Lübeck ist traditionellerweise ein Zentrum der klassischen Musik mit Musikhochschule, Kirchenmusik, Philharmonischem Orchester (u.v.m.). Die aktuelle Musikszene tummelt sich auf unterschiedlichsten Konzertbühnen.
Gekommen waren hauptsächlich Fans der südamerikanischen Musik, die das Tanzbein schwingen wollten und die die Halle 9 der Kulturwerft Gollan luftig füllten. Also genug Platz für alle Bewegungs-affinen Besucher*innen bei schweißtreibenden hochsommerlichen Temperaturen.
In der Musik- und Kongresshalle Lübeck feiert eines der weltbesten Orchester, das Mahler Chamber Orchestra, mit dem Pianisten Daniil Trifonov am Flügel einen höchst bemerkenswerten Konzertabend.
Mitreißend, beklemmend und erschreckend aktuell: Die Jugendoper „Die Welle“ nach dem Roman von Morton Rhue zeigt, wie schnell aus dem Wunsch nach Gemeinschaft eine Bewegung entstehen kann, die Menschen mitreißt und zugleich ausgrenzt. Die neu komponierte Jugendoper mit der Musik von Gabriele Pott vereint junge Stimmen, Tanz und Orchester zu einem packenden Musiktheatererlebnis. Premiere ist am Samstag, 15. August 2026 um 17 Uhr im Kolosseum.
Die Vorhalle der Gollan Kulturwerft hatte sich hübsch gemacht. Bunte grelle Bilder aus Plastikmüll an den Wänden, lässige Sofas und gemütliche Sessel oder Liegestühle im Sand im Freigelände. Kein Wunder, dass die Pressesprecherin des SHMF, Laura Hamdorf, die rustikale Industriewerft zum sommerlichen Wohnzimmer des Schleswig-Holstein Musik Festivals erklärte, wo in den nächsten zwei Wochen Musik aus aller Welt beim Werftsommer präsentiert wird.
Mit »The Artist« wagte der französische Regisseur Michel Hazanavicius 2011 ein ebenso kühnes wie geniales Experiment: Mitten im digitalen Kinozeitalter drehte er einen schwarz‑weißen Stummfilm – nicht als nostalgische Spielerei, sondern als liebevolle, hochreflektierte Reminiszenz an die Anfänge des Kinos. Der Erfolg gab ihm Recht: »The Artist« wurde zum internationalen Phänomen und 2012 mit fünf Oscars ausgezeichnet, darunter für den besten Film. Am Samstag, 8. August um 19:30 Uhr wird der Film auf Großbildleinwand in der MuK zu sehen sein, das Schleswig-Holstein Festival Orchestra spielt den Original-Soundtrack live dazu.
Dass es während der Travemünde Woche nicht nur Party- und Halligalli-Musik gibt, sondern auch Anspruchsvolles zwischen Klassik, Jazz und Elektronik, beweist seit zehn Jahren das Classical Beat Festival. Erstmals finden die Hauptkonzerte im Maritim Strandhotel Travemünde statt, nachdem der Ballsaal des Atlantic-Hotels nach Besitzerwechsel nicht mehr zur Verfügung stand.
Vergangenen Mittwoch war einer der größten polnischen Jazzpianisten der Geschichte im gediegenen Saal des Travemünder Maritims zu Gast; ein Ausnahmemusiker, der den polnischen Jazz revolutioniert hat und in Polen einen herausragenden Ruf genießt als einer der bedeutendsten und bekanntesten Jazzmusiker des Landes.
Gut gelaunt konnte der Intendant des SHMF, Christian Kuhnt, dem ausverkauften Saal der Lübecker Musik- und Kongresshalle verkünden, dass sie Zeugen von gleich mehreren Premieren werden würden.
Die „Zählenden Krähen“, die Alternativ-Folk-Rocker aus den USA sind ein Phänomen: Kaum einer kennt den Bandnamen, aber fast alle können die klassischen Welt-Hits der Band wie „Mr. Jones“ oder „Omaha“ mitsingen. Dabei gibt es die Counting Crows bereits seit über 30 Jahren mit Plattenverkaufszahlen von mehr als 20 Millionen Exemplaren.
Morgen startet das Classical Beat Festival in seine zehnte Spielzeit. Vom Mittwoch, 22. bis Samstag, 25. Juli 2026 verwandelt sich der Saal Maritim im Maritim Strandhotel Travemünde unter dem Motto „Voyage France!“ in ein lebendiges Zentrum des europäischen Kulturaustauschs.