Minimalismus kann sehr effizient sein. Für ihre Premiere als Opernregisseurin im Auftrag der Musikhochschule Lübeck (MHL) brauchte die Sopranistin Simone Kermes außer Kostümen nur das Notwendigste: Acht Matratzen, punktuelle Stroboskop-Effekte und elektronische Geräusch-Projektionen. „Alcina“, Zauberoper des Barockkomponisten Georg Friedrich Händel, begeisterte vor allem durch Gesang und Schauspiel der von ihr geleiteten MHL-Studierenden. Hans-Dieter Grünefeld hat mit der Sopranistin über ihre neue Rolle gesprochen.
Die Cellistin Jungyoon Lee hat den fünften Peter-Ronnefeld-Wettbewerb gewonnen. Im Finale am 6. Juni in der Petruskirche Kiel konnte sie sich gegen weitere drei Finalisten durchsetzen, die der Öffentlichkeit und einer Fachjury jeweils ein Rezitalprogramm, ein selbstgestaltetes Programmheft und eine selbst verfasste Konzerteinführung präsentierten.
Mit dem Kinder-Mitmachkonzert „Der kleine Amadeus“ feiert das Musikfestival Kunst am Kai diese Woche seine Premiere im Kolosseum. Diesmal dreht sich alles um Wolfgang Amadeus Mozart - seine Musik steht im Mittelpunkt eines Konzerts für die ganze Familie.
Seit über 50 Jahren ist er bereits im Geschäft und hat sich mit seiner filigranen wie virtuosen Art und Weise die verschiedensten Gitarren zu spielen einen legendären Ruf als Groß-Meister an seinem Instrument erarbeitet. Pat Metheny gilt nicht nur in der Jazzszene als eine Ausnahmeerscheinung. Dafür wirkte sein Auftreten bei seinem Konzert am Sonntagabend in der Musik- und Kongresshalle aber ausgesprochen bodenständig und bescheiden. Von Starallüren und exzentrischem Gehabe keine Spur.
Mit einem Höhepunkt der italienischen Spätromantik startet das Musikfestival Kunst am Kai in die 13. Spielzeit. Erstmals in der Kulturkirche St. Petri wird die Reihe großer Chorkonzerte mit mehreren Chören, Solisten und Orchester am Sonntag, 14. Juni 2026 um 17 Uhr fortgesetzt. Im Zentrum des Abends steht die eindrucksvolle „Messa di Gloria“ von Giacomo Puccini.
Größere Kontraste lassen sich in einem Konzertprogramm kaum vorstellen. Im ersten Teil herrschte expressiver rhythmischer Impetus, im zweiten gefühlvolle Melodik, die weit mehr als bloße Heimatliebe schilderte. Zunächst hatte Dirigent Stefan Vladar dafür an diesem Abend ein ungewöhnliches Ensemble aus einem Gesangsquartett und dem hauseigenen Chor vor sich, dazu diverse Schlaginstrumente, darunter solche mit bestimmter Tongebung wie Xylophon, Pauke und Glocke oder unbestimmter Art wie Trommeln, Tamburin oder Triangel.
Ryan Bancroft kehrt am Freitag, 12. Juni 2026 mit Elgars „Enigma", Schumann und Hillborg zum NDR Elbphilharmonie Orchester zurück. Vier Hornist:innen aus den eigenen Reihen des Orchesters bilden das Solo-Ensemble. Für seine Rückkehr zum NDR Elbphilharmonie Orchester hat der US-amerikanische Dirigent Ryan Bancroft ein Programm zusammengestellt, das mit Werken aus Schweden, Deutschland und Großbritannien quasi seine persönliche berufliche Landkarte absteckt.
Pat Metheny zählt seit Jahrzehnten zu den prägendsten Gitarristen des modernen Jazz – ein echter Ausnahmemusiker, der wie kaum ein anderer technische Meisterschaft, unerschöpfliche Neugier und starken Ausdruck vereint. Am Sonntag, 7. Juni um 20 Uhr kommt er in die Lübecker MuK. Wir verlosen 1x2 Freikarten.