Seit über 50 Jahren ist er bereits im Geschäft und hat sich mit seiner filigranen wie virtuosen Art und Weise die verschiedensten Gitarren zu spielen einen legendären Ruf als Groß-Meister an seinem Instrument erarbeitet. Pat Metheny gilt nicht nur in der Jazzszene als eine Ausnahmeerscheinung. Dafür wirkte sein Auftreten bei seinem Konzert am Sonntagabend in der Musik- und Kongresshalle aber ausgesprochen bodenständig und bescheiden. Von Starallüren und exzentrischem Gehabe keine Spur.
Größere Kontraste lassen sich in einem Konzertprogramm kaum vorstellen. Im ersten Teil herrschte expressiver rhythmischer Impetus, im zweiten gefühlvolle Melodik, die weit mehr als bloße Heimatliebe schilderte. Zunächst hatte Dirigent Stefan Vladar dafür an diesem Abend ein ungewöhnliches Ensemble aus einem Gesangsquartett und dem hauseigenen Chor vor sich, dazu diverse Schlaginstrumente, darunter solche mit bestimmter Tongebung wie Xylophon, Pauke und Glocke oder unbestimmter Art wie Trommeln, Tamburin oder Triangel.
„Messias“ - oder nennen wir das Werk „Messiah“, so wie es Georg Friedrich Händel betitelte? So war es schließlich auch vom NDR angekündigt worden. Zudem ist Usus geworden, nicht nur Opern, auch ihre sakralen Schwestern, die Oratorien, in der Originalsprache aufzuführen, selbst wenn es in eher profanen, dennoch wunderbar geeigneten Gebäuden wie der MuK geschieht.
Das Brahms-Festival der Musikhochschule Lübeck, das vom 2. bis 10. Mai unter dem Motto „Freiheit!“ mit zahlreichen Konzerten und außergewöhnlichen Spielstätten aufwartet, endet am Sonntag, 10. Mai um 19.30 Uhr mit einem Abschlusskonzert unter dem Motto „Spiel und Spaß“. Dozierende der Musikhochschule Lübeck loten im Großen Saal der MHL mit kontrastreichen Werken aus Klassik und Moderne die Freiheit aus, die im musikalischen Spiel und Spaß liegt.
Das gute alte Rezept, Programme von Sinfoniekonzerten zu ‚gestalten‘, lautet so: Man nehme ein kurzes Anfangsstück, lasse einen virtuosen Instrumentalisten kommen, am besten einen Tastenartisten, und suche nach einem sinfonischen Werk passender Länge – das wär’s – oder auch nicht, sagt man bei den Lübecker Philharmonikern.
Man nannte ihn den Prince of Darkness, wegen seines introvertierten, vibratolosen Trompetenstils, das der Inbegriff von Coolness wurde. Mit „Kind of Blue“ spielte Miles Davis das meistverkaufte Album der Jazzgeschichte ein - es verkaufte sich über 6 Millionen Mal. Daneben war der wohl faszinierendste, einflussreichste und vielseitigste Musiker der Jazz-Ära aber auch eine große Diva mit Charisma - ein cooler Verführer.
Man kann nicht umhin, das letzte Konzert des NDR mit dem fünften der Reihe in einem Atem zu nennen, denn beide Programme, nur drei Wochen voneinander getrennt, hatten einen stark nordeuropäischen Akzent. Nicht nur, dass Werke von Jean Sibelius erklangen, es leiteten die Elbphilharmoniker beide Male skandinavische Dirigenten.
Schöner kann ein Konzert nicht beginnen: Tabita Berglund, die norwegische Gastdirigentin, stimmte sich und das Publikum mit einem heimatlichen Willkommenslied ein. Der Grund war, dass sie selbst am Folgetag, am 28. März, vor 37 Jahren in Trondheim geboren wurde.
Ein Konzert ist ein Konzert ist ein Konzert. Und - ein Konzert. Gerade neulich. Und sowieso, wenn es um Brad Mehldau geht. Der US-Pianist hat einen sozusagen Wahnsinns-Ruf als Live-Musiker und spielte in der Hamburger Elbphilharmonie im Rahmen der „Reflektor“-Reihe ein selbst konzipiertes Programm aus 4 Konzerten an 4 aufeinanderfolgenden Tagen, unterschiedlich in Form und Inhalt.
Robert Schumann (1810-1856) ist einer der ganz großen Romantiker, dessen Einfluss auf die Entwicklung der Musik nicht hoch genug eingeschätzt werden kann.