„Wir spielen nur die 12 Töne, die wir haben. Und wir spielen sie immer wieder. Und wir haben so viel Spaß dabei!“, meinte der künstlerische Leiter Nils Landgren. Er machte sich zum Abschluss von JazzBaltica sein eigenes nachträgliches Geburtstagsgeschenk (er wurde im Februar 70) und erfüllte sich einen Traum: Mit 4 Wheel Drive, bestehend aus »vier Erste-Liga-Jazzern mit reiner Spielfreude und Lust an guter Popmusik« (ZDF), dem schwedischen Saxophonisten und Arrangeur Magnus Lindgren, der das Programm für 4WD und eine klassische Blechbläser-Sektion arrangiert hatte, sowie der kurzfristig für China Moses eingesprungenen Gastsolistin Ida Sand tauchte er (einmal mehr) Jahrzehnte zurück in seine Lieblingsmusik des Funk und Soul.
Wie in den Jahren zuvor hat der künstlerische Leiter der JazzBaltica, Nils Landgren auch 2026 wieder Musiker aus der ganzen Welt zu einem berauschenden Festivalwochenende nach Timmendorfer Strand eingeladen und alle sind gekommen. Nicht nur in dem schon immer hoch temperierten Hauptsaal des Maritim sondern auch auf vielen Plätzen im Kurpark finden ungezählte Jazz-Events statt.
Zur offiziellen Eröffnung von JazzBaltica 2026 sowie der Preisverleihung der IB.SH an den jungen Saxofonisten Ben Prechtl war der Besuch des bekanntlich jazzbegeisterten Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier mit seiner Frau Elke Büdenbender angekündigt. Begleitet wird er vom Ministerpräsidenten Daniel Günther nebst Ehefrau Anke Günther.
Die brasilianische Jazzlegende Ivan Lins eröffnete das Festival JazzBaltica in Timmendorfer Strand mit einem Sonderkonzert. Seine Lieder sind weltbekannt und werden immer wieder von anderen Stars wie Quincy Jones, Sting oder Barbara Streisand aufgenommen.
Die Cellistin Jungyoon Lee hat den fünften Peter-Ronnefeld-Wettbewerb gewonnen. Im Finale am 6. Juni in der Petruskirche Kiel konnte sie sich gegen weitere drei Finalisten durchsetzen, die der Öffentlichkeit und einer Fachjury jeweils ein Rezitalprogramm, ein selbstgestaltetes Programmheft und eine selbst verfasste Konzerteinführung präsentierten.
Seit über 50 Jahren ist er bereits im Geschäft und hat sich mit seiner filigranen wie virtuosen Art und Weise die verschiedensten Gitarren zu spielen einen legendären Ruf als Groß-Meister an seinem Instrument erarbeitet. Pat Metheny gilt nicht nur in der Jazzszene als eine Ausnahmeerscheinung. Dafür wirkte sein Auftreten bei seinem Konzert am Sonntagabend in der Musik- und Kongresshalle aber ausgesprochen bodenständig und bescheiden. Von Starallüren und exzentrischem Gehabe keine Spur.
Größere Kontraste lassen sich in einem Konzertprogramm kaum vorstellen. Im ersten Teil herrschte expressiver rhythmischer Impetus, im zweiten gefühlvolle Melodik, die weit mehr als bloße Heimatliebe schilderte. Zunächst hatte Dirigent Stefan Vladar dafür an diesem Abend ein ungewöhnliches Ensemble aus einem Gesangsquartett und dem hauseigenen Chor vor sich, dazu diverse Schlaginstrumente, darunter solche mit bestimmter Tongebung wie Xylophon, Pauke und Glocke oder unbestimmter Art wie Trommeln, Tamburin oder Triangel.
„Messias“ - oder nennen wir das Werk „Messiah“, so wie es Georg Friedrich Händel betitelte? So war es schließlich auch vom NDR angekündigt worden. Zudem ist Usus geworden, nicht nur Opern, auch ihre sakralen Schwestern, die Oratorien, in der Originalsprache aufzuführen, selbst wenn es in eher profanen, dennoch wunderbar geeigneten Gebäuden wie der MuK geschieht.
Das Brahms-Festival der Musikhochschule Lübeck, das vom 2. bis 10. Mai unter dem Motto „Freiheit!“ mit zahlreichen Konzerten und außergewöhnlichen Spielstätten aufwartet, endet am Sonntag, 10. Mai um 19.30 Uhr mit einem Abschlusskonzert unter dem Motto „Spiel und Spaß“. Dozierende der Musikhochschule Lübeck loten im Großen Saal der MHL mit kontrastreichen Werken aus Klassik und Moderne die Freiheit aus, die im musikalischen Spiel und Spaß liegt.