Die Marzipanpiraten
Flotte und temporeiche Uraufführung des Musicals von Heiko Woltersdorf

Träumst Du von Lübeck, denkst Du an das Holstentor und an Marzipan. Das empfinden die Librettisten dieses Stückes Nicole Felden und Heiko Woltersdorf genauso.

Päderastie zwischen Gazevorhängen
Michael Wallners Sicht auf Thomas Manns „Tod in Venedig“

Michael Wallner avanciert immer mehr zum Hausregisseur am Theater Lübeck.

Eine Geschichte über die Unbelehrbarkeit des Menschen
Spektakulärer Erfolg mit Verdis „Attila“ im Großen Haus

Peter Konwitschny ist ein viel beachteter Regisseur, ihn nach Lübeck zu holen eine kleine Sensation. Möglich wurde das durch eine Koproduktion mit dem Theater an der Wien und durch die persönliche Begegnung von Lübecks GMD Ryusuke Numajiri mit ihm in Japan.

[Videobericht] Pinocchio und seine Brüder
Ein widerspenstiges Stück Holz wird lebendig

Immer wieder präsentiert das TheaterFigurenMuseum in Lübeck Sonderausstellungen unterschiedlicher Genres. Jetzt ist eine tolle Präsentation von Pinocchio und seinen Freunden zu bestaunen.

Turbulenzen im Harem
Honeggers Operette „Abenteuer des Königs Pausole“ in Kooperation der Musikhochschule mit dem Theater Lübeck

Es ist die dritte Kooperation von Theater und Musikhochschule. Sie brachte ein Werk auf die Bühne, das 1930 einmal schockierend gewesen sein mochte, Arthur Honeggers Operette Die Abenteuer des Königs Pausole. Michael Wallner inszenierte sie und machte eine Farce daraus, ein turbulentes Wirrstück (Premiere: 20. Mai 2016).

Gluck in einer zeitgemäßen Variante des Mythos von Orpheus und Eurydike
Eine Inszenierung an der Oper in Kiel

Das Theater Kiel hat sich im Bereich der Oper eines Werkes angenommen, das in der Geschichte dieser Bühnengattung an einem markanten Wendepunkt steht. Es ist der Schritt von der Barockoper mit ihren auf den Adel zugeschnittenen Inhalten und einem weithin genormten Formenarsenal hin zu einem Kunstwerk, das das menschliche Leben spiegelt und in den Ausdrucksmitteln variabel ist. Den Wandel leitete Christoph Willibald Gluck vor 250 Jahren mit seiner Opernreform ein.

Frauen sind keine Engel, Männer auch nicht!

Erneut hat Effi Méndez im Jungen Studio das Spiel um die mehr oder weniger kleinen Verruchtheiten der Geschlechter im Gewusel um den besten Platz im Bett vergnüglich in Szene gesetzt. Frei nach dem Motto: Lieber ein halber Mann als gar kein Problem. Sie und Imke Looft haben eine musikalische Collage aus Operette, Musical und Chanson entworfen, die großes Amüsement auslöst. Der Inhalt der Geschichte scheint lapidar, kann aber zum großen Zwist der Geschlechter ausarten.

Jochanaans Kopf - vergoldet serviert
Schwerins „Salome“

In Schwerin ist Richard Strauss‘ Salome in einer Inszenierung zu sehen (Premiere: 22. April 2016), die trotz ihrer hohen musikalischen Qualität erstaunlich kühl, erstaunlich distanziert wirkt. Wenig geblieben ist von Sinnlichkeit und psychologischem Irrsinn einer gleichermaßen ruchlosen und unschuldigen Kindfrau.

Romeo und Julia (I Capuleti e i Montecchi) von Vincenzo Bellini am Theater Lübeck beglückt Opernfreunde

Fällt der Name Bellini, drängt sich gleich seine bekannteste Oper Norma auf. Wer den Namen hört, denkt an Maria Callas. Aber dieser Sängerin muss man nicht in Wehmut gedenken, ist man Besucher der Lübecker Romeo und Julia-Vorstellung. Denn mit dieser Aufführung katapultiert die Stadt sich erneut an die Spitze der Opernhäuser.

Im Planschbecken der Gefühle
Gorkis „Kinder der Sonne“ in Marco Štormans Sicht

Das Theater Lübeck kündigte eine Inszenierung von Maxim Gorkis Kinder der Sonne an. Der russische Gesellschaftskritiker hat in diesem Stück eine Oberschicht angeklagt, die von Solidarität mit dem Volk schwätzt, sie aber nicht lebt. Das Thema könnte durchaus aktuell sein. Was aber in den Kammerspielen zu sehen war (Premiere: 1. April 2016), lässt sich bestenfalls als raffinierte, teils auch bühnenwirksame Bearbeitung des Dramas bezeichnen, angefertigt durch Marco Štorman, 1980 in Hamburg geboren.