Mecklenburgisches Staatstheater
Christa Wolfs „Der geteilte Himmel“ in Schwerin als harmloses Musical

Die Themen heute sind anders. Aber als Christa Wolfs „Der geteilte Himmel“ 1963 erschien, war das Werk von großem Belang. Der Mauerbau schuf kurz vorher eine Situation, die schockierte, wie es nun Putins Einmarsch in die Ukraine tut.

Oper Kiel
Tschaikowskis „Iolanta“ auf der Psycho-Couch

Dass Pjotr Iljitsch Tschaikowski eine Reihe von Bühnenwerken geschrieben hat, weiß man. Aber kennt man sie?

Theater Lübeck
Lübecks „Salome“ – ein klangvoller Triumph für das Musiktheater

Unzählige Interpretationen der „Salome“ gibt es, weil sie von allen geschätzt wird, von den Musikern wie von den Darstellern und vom Publikum besonders. Grund dafür ist Richard Strauss‘ expressive, farbige wie aufwühlende Musik, wie auch Oscar Wildes Drama, das zum Libretto wurde und eine so vieldeutige wie packende Titelfigur hat.

Thomas Adès Kammeroper „Powder Her Face“ in Schwerin
Liebesleid und Liebesfreud einer Duchess

Nach Wagners „Tannhäuser“ vor nur wenigen Wochen war Thomas Adès‘ „Powder Her Face“ das zweite Schweriner Opernprojekt, und es war wieder eine Regiearbeit von Martin G. Berger. Seit der letzten Spielzeit ist er Operndirektor am Mecklenburgischen Staatstheater und hatte bereits mit seiner Version von Ligetis „Le Grand Macabre“ vor fast genau einem Jahr eine Neigung zu eigenwilliger Szene(n)arbeit durchblicken lassen.

Theater Kiel
Così fan tutte – wer wagt es, das von den Frauen immer noch zu behaupten?

Così fan tutte! Davvero? Sind wirklich alle Frauen nicht zur Treue fähig, wie es in so vielen Tragödien oder auch Komödien als frivoles Motiv benutzt wird? Auch Wolfgang Amadeus Mozart und sein kongenialer Librettist Lorenzo Da Ponte behaupteten das, beide jedoch mit gehörigem Augenzwinkern.

Mecklenburgisches Staatstheater
Wagners „Tannhäuser“ – Heinrich! mir graut vor dir

Richard Wagners „Tannhäuser“ scheint besonders geeignet, die Fantasie der Regisseure in Wallung zu bringen, manchmal mit irritierendem Ergebnis wie bei der neuesten Inszenierung in Schwerin.

Premiere im Theater Lübeck
Ein „Lohengrin“ ohne Ach und Weh

Kein anderer hat in Lübeck so oft Opern inszeniert wie Anthony Pilavachi. Jetzt offerierte er seine zwanzigste Regiearbeit, unter denen Wagners Opern rein zahlenmäßig überwiegen.

Mecklenburgisches Staatstheater
Das Problem mit den Wölfen – Schwerin versucht es mit einer Naturoper zu lösen

Haben Sie schon einmal einen Wolf gesehen, nicht im Zoo, nein, so ganz in freier Wildbahn? Wohl kaum einer hat das. Scheu soll er sein und argwöhnisch, selten allein und mit seinen scharfen Zähnen gefährlich.

Italo Montemezzis „Liebe der drei Könige“ im Großen Haus
Angst, Mitleid, Lust – ein dramatisches Gefühlsdreieck

Nach Kiel mit Alessandro Scarlattis barockem „Cambise“ überrascht Lübeck mit Italo Montemezzis (1875 – 1952) Oper „L’amore dei tre re“, nicht gleichermaßen altertümlich, dennoch ebenso ausgefallen.

Theater Kiel
Barocke Oper und Urban Dance – Jungbrunnen für Alessandro Scarlattis „Il Cambise“

Mit der Aufführung von Alessandro Scarlattis „Il Cambise“ ist Kiels Oper etwas Besonderes gelungen.