Die Possehl-Stiftung setzt ihre Förderung der zeitgenössischen Kunst in Lübeck fort und schreibt den Possehl-Preis für Lübecker Kunst 2026 aus. Bildende Künstlerinnen und Künstler mit Arbeitsmittelpunkt in der Hansestadt sind eingeladen, sich ab April mit einer Projektidee zu bewerben. Bewerbungsschluss ist der 1. Juni 2026.
Der mit bis zu 8.000 Euro dotierte Preis ermöglicht die Realisierung eines künstlerischen Vorhabens. Zugelassen sind alle Medien und Ausdrucksformen der Gegenwartskunst. Auch hinsichtlich der Orte zeigt sich die Ausschreibung offen: Neben etablierten Räumen können Projekte im gesamten Stadtgebiet verortet werden und so neue Perspektiven auf Lübeck als Kunst- und Stadtraum eröffnen.
Über die Vergabe entscheidet im Juni eine international besetzte Jury mit Mitgliedern aus renommierten, europäischen Kunstinstitutionen. Die Präsentation des prämierten Projekts ist für den Herbst vorgesehen; die Ausstellungseröffnung für den 1. November 2026 geplant.
Der Possehl-Preis für Lübecker Kunst ist Teil eines Fördermodells der Stiftung, das regionale Verankerung mit internationaler Ausstrahlung verbindet. Während der Lübecker Preis gezielt die lokale Szene stärkt, bringt der im dreijährigen Turnus vergebene Possehl-Preis für Internationale Kunst maßgebliche Positionen der Gegenwartskunst nach Lübeck. Zuletzt wurde die international renommierte Künstlerin Shilpa Gupta ausgezeichnet, deren Arbeiten weltweit in bedeutenden Museen und Biennalen gezeigt werden – nach Lübeck auch im Hamburger Bahnhof in Berlin.
Dass beide Preise von derselben Jury vergeben werden, ist bewusstes Konzept: Es schafft eine Verbindung zwischen lokalen künstlerischen Positionen und internationalen Diskursen – und eröffnet Lübecker Künstlerinnen und Künstlern die Chance, über die Region hinaus wahrgenommen zu werden.
Mit diesem Ansatz versteht sich die Possehl-Stiftung nicht nur als Förderin einzelner Projekte, sondern als Impulsgeberin für eine lebendige, zeitgenössische Kunstlandschaft in Lübeck.
Bewerbung
Alle Künstlerinnen und Künstler, die in Lübeck ihren Arbeitsmittelpunkt haben (Atelier, Werkstatt o. ä.), können sich mit einem Projekt für den Possehl-Preis bewerben. Die Gewinnerin/der Gewinner erhält ein Preisgeld von bis zu 8.000,- Euro für die Umsetzung eines künstlerischen Projekts. Bei der Vergabe des Possehl-Preises für Lübecker Kunst werden alle künstlerischen Medien berücksichtigt.
Bewerbungen in analoger und digitaler Form bitte an folgende Adresse:
POSSEHL - STIFTUNG
Possehl - Preis für Lübecker Kunst
Beckergrube 38 - 52
23552 Lübeck
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Bewerbungsschluss ist der 1. Juni 2026.
Kontakt: Possehl-Stiftung, Uta Belkius, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! , Telefon +49 (0)151.40068998
Die Ausschreibung sowie weitere Informationen zu den Preisen finden Sie unter: www.possehl-stiftung.de
Die Possehl-Preise für Kunst
Seit 2018 stellen zwei neue Preise zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler in den Fokus: Vor drei Jahren wurde erstmalig der Possehl-Preis für Lübecker Kunst vergeben, seit 2019 vergibt die Stiftung – im Rhythmus von drei Jahren – den Possehl-Preis für Internationale Kunst. In den Jahren, in denen der Possehl-Preis für Internationale Kunst nicht vergeben wird, wird auf lokaler Ebene der Possehl-Preis für Lübecker Kunst ausgelobt. Beide Kunstpreise werden durch dieselbe Jury ermittelt.
Die erste Gewinnerin des Possehl-Preises für Lübecker Kunst war im Jahr 2018 die Künstlerin Janine Gerber, die das Preisgeld u.a. für die Realisierung einer großen installativen Arbeit aus Papier und Öl verwendete. Ihr Werk konnte sie dann im August 2019 in ihrer Ausstellung „WAS ICH SEHE BLICKT MICH AN“ in der Kettenhalle der Kulturwerft Gollan (siehe Titelfoto) einem großen Publikum präsentieren.
2020 erhielt Sebastian Schröder den zweiten Possehl-Preis für Lübecker Kunst. In seinem Projekt beschäftigt sich der Künstler mit den historischen Totentänzen als mittelalterliche Bußbilder, wie z.B. dem in der Lübecker Marienkirche, und setzt sie in Bezug zur Corona-Pandemie. Seine Ausstellung war Anfang 2023 im Turmzimmer des Burgtors zu sehen: www.unser-luebeck.de
Die vorrangige künstlerische Thematik von Heinke Both, Trägerin des Possehl-Preises für Lübecker Kunst 2021, ist die Darstellung des Menschen bzw. des Mensch-Seins in all seinen Facetten. In ihrer Ausstellung NOIR MONTER im Kettenlager der Kulturwerft Gollan präsentierte sie eine Serie von Lithographien, die sie in einem experimentellen Prozess mit dem Künstler-Drucker Lars Lundqvist entwickelt hatte.
Mit der Verleihung des Possehl-Preis es für Lübecker Kunst 2023 wird der Künstlerin Sabine Egelhaaf ermöglicht, ihr Projekt mit dem Titel SAMMELSTELLE umzusetzen, ein plastisch-skulpturaler work in progress: Eine offene, bepflanzte architektonische Struktur im Stadtraum mit Sitzangebot wird als kommunikative Basis dazu einladen, Ideen und Konzepte zu einer nachhaltigen Zukunft zu diskutieren und Handlungsoptionen zu reflektieren.
Mit ihren Werken schafft die Künstlerin Johanna Broziat neue Raumarchitekturen mit historischen Bezügen. Für ihr Konzept einer künstlerischer Spurensuche gewann sie den Possehl-Preis für Lübecker Kunst 2024. Die Installation "Aber die Mauern leuchten" war 2025 im Museum Katharinenkirche in Lübeck zu sehen.

