Machtspiele mit Shakespeare und an Shakespeare
„Game of Crowns I“

„Game of Crowns I“ nennt Pit Holzwarth seine Zusammenfassung von Shakespeare-Dramen, die er als Eigeninszenierung in den Kammerspielen zeigt (Premiere: 6. September 2019). Er nutzte als Vorlagen „Richard II“, „Heinrich IV“ mit seinen zwei Teilen und knapp noch „Heinrich V“.

Stefan Vladar stellt sich mit Mahlers „Auferstehungssinfonie“ vor
Ein gewaltiges Werk – begeistert aufgenommen

Es ist ein gewaltiges Werk, Gustav Mahlers 2. Sinfonie, die den Beinamen „Auferstehungssinfonie“ trägt, es ist zugleich eines mit einer besonderen Anziehungskraft. Die bewirkt nicht nur der große Aufwand, der nötig ist, das musikalische Epos zum Klingen zu bringen. Denn ein riesiges Orchester ist vorgeschrieben, dazu Chor und zwei Solostimmen.

David Bowies Musical "Lazarus" im Schauspielhaus Hamburg
„Alles in meinem Kopf!“

Dem Ensemble des Schauspielhauses (Regie: Falk Richter) gelingt ein nachhaltig beeindruckender Unterhaltungstrip aus Livemusik, Irritationsgenuss und doppelten Böden. „Lazarus“, die Fortschreibung des Films „Der Mann, der vom Himmel fiel“ (1976), SF-Klassiker von Nicolas Roeg, mit David Bowie in der Hauptrolle, ist nicht der übliche Stoff von der Singspielstange.

Theater Lübeck
Thomas Manns „Tonio Kröger“, der verirrte Bürger

Das Große, die Romane, ins „Große Haus“, das Kleinere, Erzählungen und dergleichen, in die „Kammerspiele“ oder gar ins „Studio“ – Faustregel für das einst breit angelegte Thomas-Mann-Projekt? Jetzt war „Tonio Kröger“ mit einer Bühnenfassung dran (Premiere: 30. August 2019).

Astor Piazollas „María de Buenos Aires“ im Theater Lübeck
Ein Leben mit dem Tango

Weltläufig gibt sich das Theater Lübeck mit seinen neun Opernproduktionen. Nur einmal liegt das Ziel in Europa, in Venedig natürlich, meist in der Ferne, in Afrika oder Asien, dreimal auf dem südamerikanischen Kontinent. Den Anfang machte (Premiere: 25. August 2019) Argentinien, wo Astor Piazzollas „María de Buenos Aires“ zuhause ist.

Das Tanzensemble „DisTanz“ präsentiert modernes Tanztheater vom Feinsten
Etwas Neues in der Lübecker Kulturszene

Am Sonntag war das Tanzensemble „DisTanz“ mit Gästen von "BewegungsArt" mit dem Stück „Nicht-Orte“ in den Räumen des Theater Combinale  zu Gast.

Musikhochschule Lübeck
Udo Zimmermanns „Weiße Rose“ als sinnliches Erlebnis

Der Zuschauer muss am Eingang warten. Wenn er schließlich eintreten darf, macht ihm Dämmerlicht und Nebel die Orientierung schwer. Die Luft fühlt sich feucht an, riecht fast etwas modrig.

Verdis „La Traviata“ in Lübeck
Sex und Müll

Giuseppe Verdis „La Traviata“ gilt als eine der meist gespielten Opern, ein Merkmal ihrer Beliebtheit.

„Liederabend“ – eine heftige Untertreibung
Standing ovations in den Kammerspielen für das Schauspiel "Istanbul"

„Hier ist das 1. Türkische Fernsehen mit der Tagesschau. Ankara. Wieder haben 4.000 deutsche Gastarbeiter die türkische Grenze passiert. Da viele deutsche Arbeitnehmer aus strukturschwachen, ländlich geprägten Gebieten wie Bayern, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein kommen, werden Fortbildungsmaßnahmen seitens der türkischen Regierung in Erwägung gezogen …“

Heiner Müllers „Quartett“ im Theater Lübeck
Die Treue als wildeste aller Ausschweifungen

Sehr geheimnisvoll, auch faszinierend beginnt Lübecks letzte Studioinszenierung, Heiner Müllers „Quartett“, 1980 verfasst.