Nein, sagt Siw Malmkvist, einfach so wegschlafen nachts, das möchte sie nicht, man würde ja alles verpassen. Und dann, nach wie vor fasziniert vom Unvorstellbaren: „Dass das Sterben so schnell geht, einfach so, Peng!, das war mir wohl noch nie durch den Kopf gegangen.“
Ein Titel wie für ein Road-Movie aus den 70er Jahren. Staubiges Zelluloid, Handgeschriebenes, Aufbruch, Offenheit, Kampfgeist, die Ahnung von Freiheit in der Luft. Schwarz-weiß. Und elektrisch. Eine Doku.
Mittlerweile laufen die 26. Filmtage schon einige Tage - Zeit eine Zwischenbilanz zu ziehen. Nachdem ich mehrere Spielfilme, die in den verschiedenen Wettbewerben laufen, gesehen habe, kann ich neben dem bereits rezensierten Eröffnungsfilm „Therapie für Wikinger“ besonders zwei weitere Filme empfehlen.
6 x 45 Minuten hinter den Kulissen des politischen Alltags und seiner Mechanismen und den Medien in einer ethisch ausgehungerten Gegenwart. Kein Muss, aber ein astreines Kann.
„Eigentlich drehe ich immer Heimatfilme“, sagte der Hamburger Regisseur Fatih Akin bei der Vorstellung seines neuesten Streifens, der in Venedig außerhalb des Wettbewerbes lief. Jetzt hat er einen Film auf der deutschen Nordseeinsel Amrum gedreht. Wobei es im Vorspann heißt: „Ein Hark Bohm-Film von Fatih Akin“.
Erst kürzlich feierte der neueste Film vom Filmmagier und Kino-Märchenerzähler Wes Anderson seine Weltpremiere bei den Filmfestspielen in Cannes, wo der Streifen mit im Wettbewerb um die Goldene Palme war. Und wie in seinem Vorgänger-Werk „Astroid City“ drängelten sich die Giganten der Schauspielkunst aus dem Cast auf dem roten Teppich.
Seltsamer- oder auch lustigerweise werde ich seit Jahren aufgrund meiner Haarpracht immer mal wieder mit Robert Plant von Led Zeppelin verwechselt. Zuletzt bei meinem Urlaub in Kapstadt kam eine Kellnerin in einem Thai-Restaurant ganz schüchtern zu mir und fragte im Namen zweier Damen, ob ich denn der Robert wäre - strange! Nun gut, kann man ja auch als Kompliment sehen.
Schon 2022 hat der in Wolfsburg geborene Filmregisseur Edward Berger mit seinem Film „Im Westen nichts Neues“ mehrere Oscars abgeräumt. Jetzt ist sein neuer Film „Konklave“ wieder für acht der begehrten Goldjungs aus Hollywood nominiert. Der erstgenannte ein fulminanter Kriegsfilm, während der aktuelle ein spannender Kirchen-Thriller ist. Ein großer, ein sehr aufwendiger Film über die Papstwahl und was im Hintergrund passiert.
Der griechische Regiestar Lanthimos ist zur Zeit der gefeierte Star am Kinohimmel, vielfach für seine Werke ausgezeichnet, wie zuletzt mit 4 Oskars für den grandiosen, wie skurrilen Film „Poor Things“, den ich hier ebenfalls vorgestellt habe. Auch sein aktueller Film „Kinds of Kindness“ , der in Cannes Premiere hatte, wurde dort mit der Goldenen Palme für den besten Darsteller, nämlich Jesse Plemons ausgezeichnet.
Zwar hat der hoch gehandelte Film von Regisseur Matthias Glasner bei der Vergabe des Deutschen Filmpreises am vergangenen Wochenende bei neun Nominierungen „nur“ vier Goldene Lolas einkassiert, aber trotzdem war er der Abräumer der Preisverleihung. Leider konnte Glasner den anvisierten Regie- und den Drehbuchpreis nicht entgegennehmen, dafür aber den wichtigsten Preis, nämlich den für den besten Film des Jahres 2023.