58. Nordische Filmtage
„Kurze für Kurze“ - Kurzfilmprogramm für Kinder

Es liefen viele verschiedene Filme aus verschiedenen Ländern. Manche fand ich sehr lustig, allerdings bin ich der Meinung, dass die Kurzfilme auf gar keinen Fall für vierjährige Kleinkinder geeignet sind. Wenn ich die Altersbeschränkung bestimmen müsste, dann würde ich die Filme ab sechs machen. Vor allem bei einem Film, der über den Krieg ging (Chika, die Hündin im Ghetto), war ich da sehr kritisch. Werden die Vierjährigen den Film verstehen? Nein, auf gar keinen Fall. Und auch sonst war ich nicht ganz so begeistert von dem Film.

58. Nordische Filmtage
Ein starker Jahrgang

Insgesamt 17 Spielfilme standen dieses Jahr auf dem Programm der 58. Nordischen Filmtage zu Lübeck und bewarben sich um die verschiedenen Filmpreise. Wie selten zuvor, war es den Programmmachern diesmal gelungen, einen außerordentlichen Jahrgang an guten und sehr guten Spielfilmen aus den skandinavischen Ländern, dem Baltikum und Polen zu präsentieren. Ich konnte insgesamt 11 dieser Filme sichten und hatte keine Niete dabei.

58. Nordische Filmtage
Eine schöne Bescherung

Erste Szene und direkt ein Lacher. Der Spielfilm handelt von zwei chaotischen und bunt zusammengewürfelten Familien, die ihr Weihnachtsfest bei den liiert schwulen Söhnen feiern wollen. Dabei kommt es zu vielen Komplikationen und Ungereimtheiten.

58. Nordische Filmtage
"Tzatziki, Papa und der Olivenkrieg"

Tzatziki, Papa und der Olivenkrieg ist ein wirklich ansehnlicher Familienfilm, der sich sowohl mit Schwierigkeiten als auch mit den Besonderheiten der Freundschaft beschäftigt.

58. Nordische Filmtage
"Der Tag wird kommen"

Mit einem seelenquälenden Spielfilm hat sich der dänische Regisseur Jesper W. Nielsen, in Deutschland z. B. bekannt durch die dänische Politthrillerserie Kommissarin Lund – Das Verbrechen, zurückgemeldet. Inspiriert durch tatsächliche und erschütternderweise noch nicht lange zurückliegende Gegebenheiten u. a. im Kinderheim Gudbjerg haben Jesper W. Nielsen und sein Autor Søren Sveistrup einen Paukenschlag in die gerade erst begonnene Aufarbeitung der ausgedehnten Misshandlungen in dänischen Kinderheimen eingebracht.

58. Nordische Filmtage
Eröffnungsfilm "Rosemari"

Der norwegische Film handelt von der 16-jährigen Rosemari, die ihre leiblichen Eltern sucht. Der Film zeigt immer wieder Rückblenden zu dem Tag, an dem sie gefunden worden ist, dem Tag, an dem Unn Tove, die sie gefunden hat, geheiratet hat.

58. Nordische Filmtage
"Die Unsterblichen"

Mit seinem dritten, an Jugendliche ab 14 gerichteten Spielfilm Die Unsterblichen (S: Odödliga, E: Eternal Summer) lässt der schwedische Regisseur Andreas Öhman die Zuschauer mit sehr zwiespältigen Gefühlen zurück. Angelehnt an den Klassiker Bonnie and Clyde zeigt der Film zwar sehr gute Schauspielleistungen, aber dafür eine schwache Story, Längen und eine fragwürdige Botschaft.

Noah Baumbach
Mistress America

Wem das Kino Koki kein Begriff sein sollte: Es ist ein verwunschenes Kino, weit ab von der Mainstream Blockbuster-Dauerbeschallung.

Finnischer Oscar©-Kandidat
„Die Kinder des Fechters“ von Klaus Härö

Endlich hat es ein Film des finnischen Regie-Stars Klaus Härö in die deutschen Kinos geschafft. Besuchern der Nordischen Filmtage sind seine Filme bekannt, sie erhielten viele Preise und internationale Beachtung. Jedoch kam leider nie einer seiner Filme in den deutschen Verleih. Mit Die Kinder des Fechters zeigt Härö ein zu Herzen gehendes Biopic des in Estland verehrten Fechters Endel Nelis.

"Unter dem Sand - Das Versprechen der Freiheit"

Der dänische Film Unter dem Sand von Martin Pieter Zandvlied ist ein inhaltlich qualitativ hochwertiger und extrem bedrückender bzw. beeindruckender Film. Er ist bereits auf den Nordischen Filmtagen 2015 als Paukenschlag auf die Zuschauer niedergegangen und wird derzeit bis zum 27. April im Kino Koki gezeigt wird.