Spektakuläre „Aida“ vor klassizistischer Kulisse
Eröffnung der diesjährigen Schweriner Schlossfestspiele

Schwerin hat sein Sommerereignis, eine Aida im Alten Garten vor klassizistischer Museumsarchitektur und pompöser floraler Kulisse. Aufwändig und spektakulär einerseits hatte man sich an Guiseppe Verdis wohl bekannteste Oper herangemacht, musikalisch sie glänzend ausgerüstet, aber bei der weniger konsequenten Inszenierung eher daran gedacht, dem Publikum nicht wehzutun.

Zeitspiele

In einem liebevoll restaurierten Herrenhaus aus der Zeit des Klassizismus (1815) haben Herr und Frau Sklorz ein Kleinod an Sammlerraritäten zum Thema Uhren zusammengestellt.

"They were there"
Boy auf "We were here"-Tour

Das Album von Boy, We were here (erschienen im September 2015), ist nach vier Jahren das langerwartete zweite Album der beiden Musikerinnen, und sie konnten es ebenfalls kaum erwarten, ihrem Publikum dieses live zu präsentieren.

Der menschliche Optimierungswahnsinn auf dem Prüfstand
Florian Schroeder - „Entscheidet Euch!“

Wofür entscheiden Sie sich? Oder wogegen? Florian Schroeder brachte für das Publikum Licht ins Dunkel der „Kunst der optimalen Entscheidung“ an diesem Abend in Kiel. Er hat sich damit intensiv auseinandergesetzt, und der Saal war bis auf den letzten Platz ausverkauft. Somit konnte der Exkurs in die Tiefen der menschlichen Gedankenwelt optimal beginnen …

Avantgarde-Kultur aus dem Hohen Norden
Drittes Nordwind-Festival auf Kampnagel

Nach den Nordischen Filmtagen Lübeck ist vor dem Nordwind-Festival Hamburg. Ende des Monats pfeift wieder ein wilder Nordwind durch die Hallen der Hamburger Kulturfabrik Kampnagel. Das größte deutsche Festival für Darstellende Künste und Musik aus den nordischen Ländern geht in die dritte Runde.

Marseille Today

Die letzte Etappe meiner Spätersommerreise ist erreicht: Marseille. Die Heimat von Bouillabaisse und Seife beherbergt ein buntes Hafentreiben, aus luftiger Höhe gleichermaßen überragt wie beschützt von La Bonne Mère (der Guten Mutter), wie die Marseillaise ihr Wahrzeichen, die Wallfahrtskirche La Notre-Dame de la Garde, liebevoll nennen.

Provence Today 7
Gesichter im Gepäck

Langsam heißt es wieder die Habseligkeiten im Koffer verstauen, einen Tisch für den letzten Abend reservieren und feierlich Abschied nehmen von einer kurzen, aber intensiven Zeit in der Provence. Schön war's, und wenn ich mir meine Urlaubsfotos so anschaue, sehe ich viele Erinnerungen, Orte und Gesichter: fröhliche, archetypische, knurrige, verwitterte, strahlende und nicht zuletzt steinerne.

Provence Today 6
Küchenglück und Kellnerlogik

Wer im Deutschunterricht zu gegebener Zeit aufgepasst hat, der kennt den Unterschied zwischen "schwer" und "schwierig" – auch wenn's immer und überall wieder gern falsch benutzt wird. Hier in der Provence gibt es eine ebenso einfache wie lebensnahe Eselsbrücke: Es ist unglaublich SCHWIERIG, sich den kulinarischen Genüssen zu entziehen und in der Folge wird man selbst immer SCHWERER. So simpel kann Grammatik im Selbstversuch sein...

Provence Today 5
Bistro Hortense

Noch einmal ein Gedicht aus dem Tagebuch – die Herbstfärbung inspiriert zum Zuschauen, Beobachten und Selbstgenießen...

Provence Today 4
Rauchzeichen in Schilda

Das ganze Haus riecht nach Rauch. Nachdem ich erst einmal festgestellt habe, dass glücklicherweise nicht mein eigenes Dach hellauf in Flammen steht, sehe ich deutlich entspannter den Rauchschwaden aus Nachbars Garten zu, wie sie sich über das hügelige Land verteilen. Zwei rußgeschwärzte Gestalten lehnen dabei zigarillorauchend auf ihren Forken und qualmen gelangweilt mit einem großen Ascheberg um die Wette. Müllentsorgung à la provençale. Gestern noch kaputte Möbel garniert mit Gartenabfällen und anderem undefinierbarem Kram – jetzt sechs Kilo Holzkohle. Voilà! So geht's auch. Hübsch auch der leichte Ascheregen, der beim Frühstück meine Terrasse überzieht... Aber ich will ja ohnehin los: