Zum diesjährigen Stockholm-Schwerpunkt des SHMF reist die Gruppe mit ihrem Jubiläumsprogramm "40 Years and Counting" an. Im Laufe ihrer bereits vier Jahrzehnte dauernden Karriere ist The Real Group auf höchstem Niveau zu einer Formation schwedischen Folks geworden.
Mit einer unverwechselbaren Mischung aus Pop, Beat, Jazz und schwedischer Chormusik hat das Ensemble weltweit Millionen begeistert. Zwischenzeitlich sind die fünf Gründungsmitglieder von einer neuen Generation abgelöst worden. Diese jüngeren Gesangstalente sind von ihren Vorgängern handverlesen einzeln auserkoren worden und setzen die traditionell eingeschlagenen Wege mit frischen Experimenten skandinavischer Rhythmen fort.
Zweimal schon haben sie dieses Festival mit jeweils großem Erfolg besucht. Natürlich dürfen sie in diesem Jahr mit dem Städteschwerpunkt Stockholm nicht fehlen. In Flensburg und Lübeck-Travemünde sind sie vor ausverkauften Werfthallen aufgetreten. In der Halle der Travemünder Böbs Werft treffen sie auf ein gesangsbegeistertes Publikum. Darüber hinaus bietet der Standort der Halle im Travemünder Yachthafen eine erstklassige Kulisse - einschließlich gelegentlicher Möwenschreie.
Mit Betreten der Bühne nimmt die fünfköpfige Gruppe alle 1.000 Besucher spontan für sich ein. Die Sängerinnen und Sänger tragen ihre Stücke mit wechselnden Stimmlagen vor. Untereinander wechseln sie Tenor, Alt, Bariton, Sopran und finden insgesamt immer einen üppigen Wohlklang. Zwar energisch, aber immer mit warmem Feingefühl für die wechselnden Rhythmen. Sie kreieren neben bekannten Jazz- und Poptiteln auch eigene Songs sowie schwedische Folk-Klassiker, je nach Titel auch scattend oder in gemeinsam wechselnden Stimmen. Immer wieder sind die Zuhörer verblüfft, was mit der menschlichen Stimme als einzigem Instrument erreicht werden kann.
Die Titel reichen von "Blackbird", "Dichotomy", dem schwedischen "Sommarpsalm" bis zu einem textlosen aber stimmgewaltigen Weihnachtslied. Nach der Pause tritt das Ensemble unter heftigem Applaus in neuen Gewändern auf die Bühne. Grundsätzlich ohne technische Instrumente versucht sich der Baritonsänger an einem kurzen Trompetensolo, feinfühlig rauchig wird er von seinen Mitsängern unterstützt. Nach diesem besonderen Moment gibt die Gruppe eine stimmungsvoll melodische Zugabe, das Publikum ist hingerissen und wird beim nächsten Mal wieder dabei sein.
Fotos: Hildegard Przybyla





