Musik- und Kongresshalle Lübeck
1. NDR-Sinfoniekonzert: Cristian Măcelaru & Mao Fujita

Cristian Măcelaru und Mao Fujita zwischen Spätromantik und Gegenwartsmusik: Das NDR Elbphilharmonie Orchester bringt im 1. Sinfoniekonzert am Freitag, 18. September 2026 Werke von Rachmaninow, Bartók und NDR Artist Across Ensembles Missy Mazzoli.

1909, 1936, 2013: drei Entstehungsjahre, drei völlig unterschiedliche Spielarten von Musik! Das Konzert unter der Leitung von Cristian Măcelaru macht die Vermittlung zwischen Tradition und Moderne zum Programm.

Instrumente wie Planeten: Mazzolis Sinfonia

Orchestra entstandenen "Sinfonia for Orbiting Spheres" wollte Missy Mazzoli, NDR Artist Across Ensembles 2026/2027, eine Musik "in Form eines Sonnensystems" schreiben. Das Stück bestehe aus "Rokoko-Loops", die sich in einer größeren Umlaufbahn umeinander winden, und nähere sich dem Publikum an, "nur um im nächsten Moment blitzschnell wieder zu verschwinden". Am Ende werden sogar Klänge vom Tonband ins All geschickt…

Viele Noten, viele Gefühle: Fujita spielt "Rach 3"

Gerade mal 27 Jahre jung und schon ein Stammgast bei den großen internationalen Orchestern und auf den bedeutendsten Bühnen der Welt: Der in Tokio geborene Pianist Mao Fujita räumte Preise sowohl beim Clara Haskil- als auch beim Tschaikowsky-Klavierwettbewerb ab und kommt nun erstmals zum NDR Elbphilharmonie Orchester. Bei seinem Debüt zeigt der geschätzte Mozart-Interpret dabei gleich, dass er im Grunde alles kann: Das legendäre (und aus dem Film "Shine" bekannte) "Rach 3" ist eines der am vertracktesten zu spielenden Klavierkonzerte der gesamten Literatur. Ob der Komponist nun wirklich die meisten Noten pro Zeiteinheit in die Klavierstimme gepackt hat - wie akribische Zahlenfüchse herausgefunden haben wollen - oder nicht: In jedem Fall umfasst sein "Elefantenkonzert" (Artur Rubinstein) kaum zu beziffernde emotionale Dimensionen.

Dirigent Cristian Măcelaru: Foto: (c) Ben KnabeDirigent Cristian Măcelaru: Foto: (c) Ben Knabe

Bartók repräsentativ

Eine beispielhafte Synthese seines stets zwischen Tradition und Moderne vermittelnden Schaffens legte Béla Bartók im Jahr 1936 mit seiner "Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta" vor. Im Auftrag des innovativen Alte-Musik-Pioniers Paul Sacher entstand so eines der repräsentativsten Orchesterwerke des 20. Jahrhunderts - nicht nur ein Paradebeispiel für die spezifisch Bartóksche "erweiterte Tonalität", sondern auch für den Stil- und Formenreichtum der Musikgeschichte. Der Inhalt weise, so der Bartók-Biograf Bence Szabolcsi, "eine gewaltige Skala auf, die sich von der Anfangsfuge über eine unbändige Tanzphantasie und einen 'nächtlichen Monolog' bis zur hymnischen Dithyrambe erstreckt". (Autor: Julius Heile)

Einführungen für Konzertbesucher:innen finden eine Stunde vor Beginn statt.

NDR Elbphilharmonie Orchester - 1. Sinfoniekonzert
Freitag, 18. September 2026 um 19:30 Uhr
Musik- und Kongresshalle Lübeck
Willy-Brandt-Allee 10, 23554 Lübeck
Karten gibt es im Vorverkauf ab 19,00 €, ermäßigt für Besucher:innen unter 30 Jahre und Menschen mit Schwerbehinderung 50% bei tips&TICKETS, bei allen bekannten Vorverkaufsstellen und im MUK-Ticketshop.

Weitere Informationen zur neuen Konzert-Saison 26/27


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