Sich in den Vordergrund zu spielen, ist seine Sache nicht. Dennoch ist er ein ausgewiesener Könner seines Faches. Die eigenen Klavierkompositionen könnte er selber am Konzertflügel vortragen. Trotzdem scheut er meistens diesen Schritt in die Öffentlichkeit.
Jazz Baltica Die 25. ! Zuhause in Timmendorfer Strand / Niendorf. Dieser Schriftzug prangt vor jedem Konzert über der Festivalbühne, und das zu recht. Nils Landgren, seit vier Jahren Künstlerischer Leiter des Festivals, hat mit der Werfthalle in Niendorf den genialen Ort für ein so gewaltiges Festival gefunden. Die Rekordzahl von rund 13.000 Besuchern an nur drei Festspieltagen spricht für sich: die JazzBaltica ist an ihrem Höhepunkt angekommen.
Johanna Borchert hatte seit Erscheinen des Albums FM Biography Ende letzten Jahres schon viele Lorbeeren eingeheimst. So bezeichnete Tom R. Schulz ihr Debüt als Sängerin im Hamburger Abendblatt als epochal: „Daran vorbeizugehen wäre keiner Jury mit Ohren am Kopf verzeihlich gewesen.“
Am Samstag, den 3. Mai 2015 betraten junge Musiker die Bühne des Kolosseums. Sie glauben an etwas Großes, das ein Risiko wert ist. Ist es ein Rock-Konzert oder ein Musical? Ein roter Faden zieht sich durch den Abend. Die Musiker haben eine Botschaft und eine Geschichte, die sie dem Publikum mitteilen wollen. Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens sind sie fündig geworden.
Die Idee zu Mulo Francels neuem Album wurde abseits des Ozeans geboren, in der Würzburger Residenz. Am Ende der Pause eines Konzerts mit Quadro Nuevo sollte Mulo Francel statt eines Gongs mit seinem Saxophon den Fortgang des Konzerts signalisieren. Und als er im gewaltigen Treppenhaus in sein Tenor blies, hatte er den Eindruck, „mitten in der Weite des Ozeans zu schwimmen“. Wie dazu geschaffen prangte über ihm das Deckengemälde von Tiepolo, ein Porträt der Kontinente, eine gemalte Weltreise.
Seit Jahrmillionen hat sich an der Evolution bis heute nicht viel geändert: Heldenmänner braucht die Frau! Egal ob damals in der Steinzeit oder bereits heute im 21. Jahrhundert. Nackten Tatsachen muss man(n) einfach ins Auge sehen und der lebende Beweis dafür sind die neun „Forever Sexy“-Chippendales aus Las Vegas.
Am Freitagabend, den 10. Oktober war Solly und Michael Eichele zu Gast im Kulturraum. Kaum waren die beiden Musiker nach ihrer langen Reise angekommen, stellten sie fest, dass der Kulturraum eine hervorragende Akkustik hat, und sie entschieden sich, den Abend „unplugged“ auf ihren Instrumenten zu spielen.
Wieder ein eher untypischer SHMF-Beitrag. Was hatte das nun mit Klassik oder einem der Schwerpunkte dieses Jahres, Mendelssohn, zu tun? Nicht viel. Egal oder erst recht deswegen, die Ukes, wie sie auch liebevoll genannt werden, brachten eine Menge Musikalität und Humor aus dem Lande der Schirmherrin Queen Elisabeth mit und genau aus diesem Grund hatte das begeisterte Publikum von nah und fern am 13. August 2014 die Lübecker MuK bis fast auf den letzten Platz gefüllt.
Nils Landgren: „Und begrüßen Sie die Band so, wie es nur hier in Niendorf üblich ist! Für mich ist es das Himmelreich, nun, noch ein bisschen besser, denn hier in Niendorf gibt es auch Bier!“, beantwortete Nils Landgren, Mastermind und Macher der JazzBaltica die selbstgestellte Frage, ob wir, das Publikum wüssten, wie es für ihn sei, da oben auf der Bühne zu stehen und eine interessante Formation nach der anderen vorzustellen (und ab und zu sogar selber noch mitspielen zu dürfen).