In der Spielzeit 2026/2027 laden das NDR Elbphilharmonie Orchester und die NDR Radiophilharmonie zu einer hochkarätigen Konzertreihe in die Musik- und Kongresshalle Lübeck ein: Sechs Abende, die sinfonische Vielfalt und künstlerische Exzellenz vereinen.
Den Auftakt bildet am 18. September ein Konzert des NDR Elbphilharmonie Orchesters unter der Leitung von Cristian Măcelaru. Auf dem Programm steht mit „Sinfonia (for Orbiting Spheres)“ ein Werk der Ensemble-übergreifenden Residenzkünstlerin des NDR Missy Mazzoli, flankiert von Béla Bartóks „Musik für Saiteninstrumente, Schlagzeug und Celesta“, einer eindrucksvollen Synthese musikalischer Stile und Formen. Im Zentrum des Abends steht das Debüt des japanischen Pianisten Mao Fujita, der sich mit Sergei Rachmaninoffs drittem Klavierkonzert – dem berüchtigten „Rach 3“ – einem der virtuosesten und anspruchsvollsten Werke des Repertoires widmet.
Mao_Fujita, Foto: (c) Dovile Sermokas
Am 9. Oktober gestaltet das eingespielte Dreamteam aus Chefdirigent Alan Gilbert, Spitzengeiger Frank Peter Zimmermann und NDR Elbphilharmonie Orchester einen Abend von großer stilistischer Spannweite. Gemeinsam präsentieren sie William Waltons hierzulande selten gespieltes, einst für Jascha Heifetz komponiertes Violinkonzert. Dazu erklingt Wolfgang Amadeus Mozarts wohlbekannte „Jupiter“-Sinfonie – ein „Appell an die Ewigkeit“ (Alfred Einstein) mit fulminantem Fugen-Finale. Einen zeitgenössischen Kontrapunkt setzt „Orpheus Undone“ von Missy Mazzoli, die als „Artist Across Ensembles“ des NDR in ihrer Musik existentielle Erfahrungen von Verlust und Verarbeitung in eindringliche Klangbilder übersetzt.
Frank Peter Zimmermann, Foto: (c) Irène Zandel
Antonín Dvořák und Johannes Brahms: Zwei berühmte Komponisten, verbunden durch eine der fruchtbarsten Freundschaften der Musikgeschichte, stehen am 4. Dezember auf dem Programm des Konzerts des NDR Elbphilharmonie Orchesters mit dem italienischen Dirigenten Fabio Luisi und dem schweizerisch-italienischen Pianisten Francesco Piemontesi. Dvořáks Klavierkonzert entstand 1876, in einer Phase seines künstlerischen Aufbruchs, in der er mit tatkräftiger Förderung von Brahms die internationalen Konzertbühnen eroberte. Dem gegenüber steht Brahms’ Vierte Sinfonie als Werk souveräner Reife: eine musikalische Summe von großer formaler Klarheit und innerer Dichte, die den lebenslangen Respekt Dvořáks für seinen Freund eindrucksvoll hörbar macht.
Francesco Piemontesi, Foto: (c) Camille Blake
Der Konzertabend des NDR Elbphilharmonie Orchester am 22. Januar widmet sich einem Werk von zeitloser Strahlkraft: dem Cellokonzert von Antonín Dvořák. Der unübertroffene Klassiker des tschechischen Komponisten wird von dem neuen Stern am Cellisten-Himmel, dem Spanier Pablo Ferrández, interpretiert. Davor dirigiert Manfred Honeck Joseph Haydns „Anti-Kriegs“-Sinfonie Nr. 100, in der sich klassizistische Klarheit mit subtiler Ironie verbindet, sowie ein neues Werk „Schade, zu spät“ des Esten Jüri Reinvere, das anlässlich des bevorstehenden 200. Todestages von Ludwig van Beethoven dessen künstlerisches Erbe aus heutiger Sicht reflektiert.
Manfred Honeck, Foto: (c) Todd Rosenberg
Ein unvergessliches Konzertereignis erwartet das Publikum am 19. März. Der legendäre Dirigent Herbert Blomstedt wird gemeinsam mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester die 5. Sinfonie von Anton Bruckner zur Aufführung bringen. Seit Jahrzehnten steht Blomstedt für Interpretationen von außergewöhnlicher Klarheit und innerer Wahrhaftigkeit, in denen strukturelle Präzision und tiefe Empfindung zu einer einzigartigen Einheit finden. Mit der 5. Sinfonie, die Anton Bruckner selbst als sein „kontrapunktisches Meisterstück“ bezeichnete, wendet sich der knapp hundertjährige Maestro einem Werk zu, das wie ein architektonisches Klanggebäude von monumentaler Geschlossenheit ist, und zugleich zu den von ihm am innigsten durchdrungenen Partituren zählt.
Herbert Blomstedt, Foto: (c) Paul Yates
Den glanzvollen Schlusspunkt der NDR Reihe in Lübeck setzt am 12. Juni Emmanuel Tjeknavorian, der sich neben seiner internationalen Karriere als Geiger zunehmend auch als Dirigent profiliert. Gemeinsam mit der NDR Radiophilharmonie entfaltet er ein Programm, das Entdeckerlust und große sinfonische Geste miteinander verbindet. Den Auftakt bildet eine selten zu hörende Ouvertüre der kroatischen Komponistin Dora Pejačević, deren vielversprechendes Schaffen durch ihren frühen Tod im Jahr 1923 ein jähes Ende fand. Im Anschluss widmet sich die Pianistin Anna Vinnitskaya Sergei Rachmaninoffs virtuoser Auseinandersetzung mit Niccolò Paganinis legendärer 24. Caprice – einem Werk von elektrisierender Brillanz und tiefem Ausdruck. Den Ausklang bildet Jean Sibelius’ 1. Sinfonie, in der sich die rhapsodische Klangsprache Rachmaninows zu einem weit gespannten sinfonischen Bogen verdichtet und zugleich eine unverwechselbar nordische Tonfärbung entfaltet.
Abonnements und weitere Informationen unter www.ndr.de und beim NDR Ticketshop, Rudolf-von-Bennigsen-Ufer 22, 30169 Hannover, Tel. 0511 277 898 99, Mo – Fr 10 – 15 Uhr, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Abonnements sind ab 5. Mai erhältlich, Einzelkarten ab dem 19. Mai. Für alle unter 30 Jahren gilt das attraktive U30-Angebot mit 50 % Ermäßigung auf den regulären Ticketpreis.

