Rosemari, Foto: 4 1/2 Fiksjon

58. Nordische Filmtage
Eröffnungsfilm "Rosemari"

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Der norwegische Film handelt von der 16-jährigen Rosemari, die ihre leiblichen Eltern sucht. Der Film zeigt immer wieder Rückblenden zu dem Tag, an dem sie gefunden worden ist, dem Tag, an dem Unn Tove, die sie gefunden hat, geheiratet hat.

In den Rückblenden lernt man Unn Tove immer besser kennen. Sie hilft Rosemari, ihre Eltern zu finden und filmt alle wichtigen Szenen für den Fernsehsender, bei dem sie arbeitet, um eine Dokumentation über Rosemaris Suche erstellen zu können. Die Szenen, die man von der Handkamera aus sieht, wirken, als wären sie viel näher am Geschehen dran als die, bei denen man alles aus der gewohnten Kameraperspektive sieht. Diesen Eindruck verstärken die Stellen, an denen Unn Tove die Handkamera zur Seite legt, weil die Geschichte, die Rosemari ausgräbt, einer der gefilmten Personen zu nahe geht, als dass sie es ertragen könnte, dabei gefilmt zu werden.

Filmszene aus Rosemari, Foto: 4 1/2 Fiksjon Filmszene aus Rosemari, Foto: 4 1/2 Fiksjon

Die Suche ist für Rosemari sehr emotional, weil es ihr sehr wichtig ist, ihre Eltern zu finden, um ihren Platz in der Welt zu finden. Für Unn Tove ist die Suche auch nicht emotionslos, weil sie an ihren Hochzeitstag erinnert wird und ihr dieses Mädchen damals ans Herz gewachsen war. Ihre beiden Töchter sind süß und ihre Freundin sehr direkt. Rosemaris leibliche Eltern sind wohl kaum so wie erwartet, trotzdem hat sich die Suche gelohnt und Rosemari ihren Platz gefunden.

(Lissa gehört zum Team der Jungautoren, die in diesem Jahr für "unser Lübeck" über die Filmtage berichten. Lissa ist 17 Jahre.) 

Premiere des Eröffnungs-Films der 58. Nordischen Filmtage Lübeck, Foto: (c) Joachym EttelPremiere des Eröffnungs-Films der 58. Nordischen Filmtage Lübeck, Foto: (c) Joachym Ettel

Rosemari/Rosemari/Framing Mom
Norwegen/Dänemark/Deutschland 2016
Regie: Sara Johnsen
Darsteller: Tuva Novotny, Ruby Dagnall, Laila Goody, Emil Johnson, Tommy Kenter

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