(c) Sonia Stegemann

18. Lübecker Museumsnacht
hier & jetzt

Die Lübecker Museen, zahlreiche Galerien und Kultureinrichtungen laden am Samstag, 25. August 2018 zur 18. Lübecker Museumsnacht ein, die in diesem Jahr unter dem Motto „hier & jetzt“ steht. Die Museumsnacht gilt als kulturelles Highlight in der Hansestadt und begeistert auch in diesem Jahr mit einem kreativen und vielfältigen Programm mit mehr als 100 Einzelveranstaltungen.

„Anlässlich des Stadtjubiläums '875 Jahre' wollen wir in diesem Jahr Lübeck in den Fokus rücken. Noch stärker als in den vergangenen Nächten möchten wir zeigen, was hier & jetzt in unserer Stadt passiert. Wir engagieren vorwiegend Künstler und Akteure aus Lübeck und Norddeutschland, um aktuellen Strömungen und Entwicklungen Raum zu geben, und setzen in zwei Museen digitale Ausrufezeichen“, so Prof. Dr. Hans Wißkirchen, der gleichzeitig Helene Hoffman und Heide Klingelhöfer, den Organisatorinnen der Lübecker Museumsnacht, zur Umsetzung des diesjährigen Mottos dankte.

Was die Gäste in der Museumsnacht erwartet – ein Überblick:

Die Museumsnacht wird am Holstentor eröffnet, Günter Grass-Haus, Foto: (c) Olaf MalzahnDie Museumsnacht wird am Holstentor eröffnet, Günter Grass-Haus, Foto: (c) Olaf Malzahn

Noch vor dem Auftakt zur Museumsnacht sind die BesucherInnen gefragt: Bei einer offenen Mitmachaktion für die ganze Familie im Buddenbrookhaus können die großen und kleinen BesucherInnen ab 16 Uhr gemeinsam ein großes Meeres-Mobile gestalten und so auf die Verschmutzung der Meere aufmerksam machen. Nach der Eröffnung durch Kultursenatorin Kathrin Weiher auf der Bühne der Rock & Pop-Schule am Holstentor versprechen ein vielfältiges Musikprogramm mit Bands made in Lübeck, kulinarische Köstlichkeiten, Lesungen und sogar Karaoke beste Unterhaltung.

Mit zwei Beiträgen aus dem Institut für Multimediale und Interaktive Systeme (IMIS) der Universität zu Lübeck richtet die Lübecker Museumsnacht den Blick auf Beispiele aktueller und künftiger Formen der Interaktion von Museumsbesuchern mit Ausstellungen. Unter dem Motto „Grass erinnert Sie!“ können die BesucherInnen mithilfe einer App, entwickelt von Mitarbeitern und Studierenden des Institutes, ihre Erinnerungen, die durch Exponate im Günter Grass-Haus ausgelöst werden, Teil der Ausstellung werden lassen. Die gespeicherten Erinnerungen werden mit denen der anderen Besucherinnen und Besucher verknüpft und auf einem großen Bildschirm in Form eines interaktiven Zeitstrahls dargestellt.

Günter Grass-Haus, Foto: (c) Olaf MalzahnGünter Grass-Haus, Foto: (c) Olaf Malzahn

Auch im Museum für Natur und Umwelt können die BesucherInnen mit dem Smartphone aktiv werden und mithilfe der Smartphone App InfoGrid in der Ausstellung „Steine erzählen“ forschen und Urzeitwale lebendig werden lassen. Über die App können Besucher Informationen zum Fundort der Urzeitwale in der nahegelegenen Grube von Groß Pampau erhalten und die paläontologischen Grabungsarbeiten in einer virtuellen 360-Grad-Ansicht über ein Virtual-Reality-Headset fast real miterleben.

Das Buddenbrookhaus lockt in der Museumsnacht mit den brasilianischen Klängen des Trios Gomes. Von den weichen Klängen des Bossa Nova bis zur temperamentvollen Samba ist alles dabei. Ganz im Zeichen von Elisabeth Mann Borgese, die ihr Leben dem Schutz der Ozeane widmete und ungewöhnliche Apparaturen wie das Hundeklavier und Zukunftsweisendes wie eine Weltverfassung erdachte, steht dagegen die Veranstaltung „Project Pitch – Jetzt für Morgen: Ideen und Erfindungen aus Lübeck“, bei der junge ForscherInnen und EntwicklerInnen zukunftsweisende Kreativkonzepte zum Thema Umweltschutz präsentieren. Für brasilianische Bohnensuppe und kalte Cocktails sorgt das-culinarium.

Der Garten zwischen Günter Grass- und Willy Brandt-Haus, Foto: (c) Olaf MalzahnDer Garten zwischen Günter Grass- und Willy Brandt-Haus, Foto: (c) Olaf Malzahn

Nicht weniger musikalisch wird es im Günter Grass-Haus, das ein gemeinsames Programm mit dem Willy-Brandt-Haus konzipiert hat: Im Museumsgarten präsentiert die israelische Singer-Songwriterin Sivan Talmor ihr neues Album „Falling“. Außerdem lesen Adi Keissar (Tel Aviv) und Maria Natt (Berlin) aus ihren Werken auf Hebräisch, (Platt-)Deutsch und Englisch und sprechen über das Leben in Israel und Deutschland. Ein Mini-Slam auf der Gartenbühne zeigt, wie spannend Wissenschaft eigentlich ist.

In der Katharinenkirche können die Besucher beim „Public Singing“ mit vielen anderen gemeinsam die größten Hits der letzten Jahrzehnte anstimmen und bei der Führung „Zeitreise“ einen Trip durch die Jahrhunderte unternehmen. Im Museumsquartier St. Annen ist die Jubiläumsausstellung „875 Jahre – Lübeck erzählt uns was“ noch Baustelle – aber der Bauzaun hat es in sich! Er bietet erste Einblicke und spannende Durchblicke auf die Ausstellung des Jahres. Auch eine Leseperformance lockt.

Foto: (c) Olaf MalzahnFoto: (c) Olaf Malzahn

Das Combinale zeigt währenddessen zwei Ausschnitte aus der Produktion „Cirqles I – Geist“ und lässt auf dem Dach des Museums Figuren, wie aus den Altarbildern des Museums entsprungen, erscheinen. Im Museum Behnhaus Drägerhaus wird in der Museumsnacht Kunst lebendig. Im Dialog mit der Kunst des Museums tanzt das Kinder- und Jugendtanzensemble der Musik- und Kunstschule Lübeck unter der Leitung von Shiao Ing Oei. Außerdem wird es maritim: Das Seefrauen-Duo Franz Albers und Käpt’n Kruse bringt modern interpretierte Filmtonschlager, Chansons und Seemannslieder mit. Doch auch die BesucherInnen sollen kreativ werden und können Magnete mit Motiven aus dem Behnhaus gestalten, um so dem heimischen Kühlschrank Charakter zu verleihen.

Im Museum für Natur und Umwelt übernimmt der Circus die Regie: Eine Ausstellung mit Guckkästen, die Spiegelwelten und Illusionen offenbaren, Straßenshows mit Miniatur-Circus, das Circustheaterstück „Indigo“ und Schattentheater inspirieren im Domhof des Museums. Währenddessen können Kinder unter Anleitung in der Ausstellung „Bodenschätze“ freilegen und bei der Vorführung der „BodenZauberMaschine“ mitmachen. Das Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk schmeißt zur Museumsnacht den Hochofen an: Interessierte Besucher dürfen selbst Hand anlegen und kleine Schmiedestücke herstellen und einen eigenen Hochofen bauen.

Dachterasse am Hansemuseum, Foto: (c) Olaf MalzahnDachterasse am Hansemuseum, Foto: (c) Olaf Malzahn

Auch im Europäischen Hansemuseum können BesucherInnen exklusiv einen ersten Blick auf die Sonderausstellung „875 Jahre – Lübeck erzählt uns was“ werfen. Auf dem Spielhof vor dem Beichthaus präsentiert das Hansevolk zu Lübeck außerdem das Mittelalter des 15. Jahrhunderts. Besondere Traditionen leben aber auch mit dem Verein „Hammaborg“ wieder auf, dessen Mitglieder sich auf dem Innenhof des Museums einen spektakulären Zweikampf liefern und historische Techniken des Fechtkampfes zeigen. Für aktuelle Unterhaltung sorgen die DJs vom „Spielwiese Kollektiv“ sowie die Lübecker Künstlervereinigung „Concrete3“, die mit Breakdance-Shows und einem Dancebattle den Kirchplatz zum Beben bringt.

Das Zentrum für Kulturwissenschaftliche Forschung Lübeck (ZKFL) spannt einen Bogen vom Hier und Jetzt bis zur Enthauptung eines Lübecker Bürgermeisters im Jahr 1363, über einen spektakulären Brief von Johannes Brahms aus dem Jahr 1854 bis zur Entdeckung der Religion im Gehirn im Jahr 2020. Die neuen Stipendiatinnen und Stipendiaten des ZKFL stellen ihre Forschungsprojekte mittels einer dreidimensionalen, digitalen Posterwelt vor und lassen die BesucherInnen mit dem Smartphone eine neue Dimension von Bildern entdecken, die hörbar werden und in Bewegung geraten.

Foto: (c) Olaf MalzahnFoto: (c) Olaf Malzahn

Die Abschlussparty steigt dieses Jahr als Aftershow Chillin‘ im Garten des Museums Behnhaus Drägerhaus.

An der Museumsnacht sind wieder ausgewählte Galerien und weitere Partner beteiligt, so etwa die Overbeck-Gesellschaft, artemani, die ARTIV Galerie, das Atelier No. 44, die Bücherpiraten, Defacto Art, das Dielenhaus, freiheit DESIGN, Galerie Ansichtssache, Galerie für eine Nacht, Galerie Koch-Westenhoff, GalerieWerkstatt Caroline Rügge, GEDOK, die Gemeinschaft Lübecker Künstler e.V., das Haus der Kulturen, der Niederegger Marzipan-Salon und die Werkkunstschule. Neu mit dabei sind Kunst Runge und Viola Kunstraum.

Foto: (c) Olaf MalzahnFoto: (c) Olaf Malzahn

Preise
Eintrittspreise: 12 Euro für Erwachsene, 6 Euro ermäßigt und für Kinder

Ticketverkauf
Am Abend der Museumsnacht sind die Tickets ab 18 Uhr an allen Museumskassen mit Ausnahme der Katharinenkirche erhältlich. Der Kartenvorverkauf beginnt am Montag, 20. August, täglich von 10 – 17 Uhr im Shop des Günter Grass-Hauses oder am Samstag, 25. August, von 14 – 18 Uhr am Infostand unter den Karstadt-Arkaden in der Breiten Straße. Tickets können ab 1.8. auch online gekauft werden unter www.luebeck-ticket.de (Bezahlung per PayPal, Vorauskasse oder Kreditkarte). Die Tickets sind außerdem an allen bekannten Vorverkaufsstellen erhältlich.

Foto: (c) Olaf MalzahnFoto: (c) Olaf Malzahn

Social Media:
Folgt den Lübecker Museen im Vorfeld der Museumsnacht auf facebook unter www.facebook.com/luebecker.museumsnacht und während der Museumsnacht auf Instagram @dieluebeckermuseen und unter #museumsnacht2018 und #hierundjetzt.

Das komplette Programm der Museumsnacht liegt in allen Museen und in vielen Kultureinrichtungen in der Stadt aus.

Programm hier online zum Download

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