Peter-Ronnefeld-Preisträger 2026: Maximilian Adler, Jungyoon Lee und Milan Drake, Foto: (c) Malte Arwers

Musikhochschule Lübeck
Jungyoon Lee gewinnt fünften Peter-Ronnefeld-Wettbewerb

Die Cellistin Jungyoon Lee hat den fünften Peter-Ronnefeld-Wettbewerb gewonnen. Im Finale am 6. Juni in der Petruskirche Kiel konnte sie sich gegen weitere drei Finalisten durchsetzen, die der Öffentlichkeit und einer Fachjury jeweils ein Rezitalprogramm, ein selbstgestaltetes Programmheft und eine selbst verfasste Konzerteinführung präsentierten.

Jungyoon Lee, geboren 2000, studiert im Master bei Prof. Troels Svane an der Musikhochschule Lübeck. Sie überzeugte mit einem anspruchsvollen Programm zwischen Wiener Klassik, französischem Impressionismus und Moderne: dem Divertimento für Violoncello solo von Krzysztof Penderecki, dem ersten Satz der vierten Cellosonate von Ludwig van Beethoven sowie dem zweiten und dritten Satz der Cellosonate d-Moll von Claude Debussy.

Die Jury setzte sich zusammen aus Mitgliedern der Musikhochschule Lübeck, darunter Prof. Dr. Oliver Korte, Prof. Angela Firkins, Prof. Manfred Aust und Prof. Heime Müller sowie Felix Pätzold, 1. Kapellmeister des Philharmonischen Orchesters Kiel, Paul Füssinger, Solo-Cellist des Orchesters und Selke Harten-Strehk, Vorsitzende des Vereins der Musikfreunde Kiel.

»Der Wettbewerb soll Studierenden der MHL ein Forum bieten, um im professionellen Rahmen in einer Solorolle mit dem POK auftreten zu können. Gleichzeitig sollen die Studierenden in diesem Rahmen elementare Skills der Musikvermittlung erproben, die für eine erfolgreiche Profikarriere unabdingbar sind«, sagt Troels Svane, Projektleiter und Professor für Violoncello an der MHL.

Peter-Ronnefeld-Preisträgerin 2026 bei ihrer Präsentation: Jungyoon Lee, Foto: (c) Malte ArwersPeter-Ronnefeld-Preisträgerin 2026 bei ihrer Präsentation: Jungyoon Lee, Foto: (c) Malte Arwers

Als Preisträgerin wird Jungyoon Lee am 6. Dezember 2026 ein Solokonzert mit dem Philharmonischen Orchester Kiel im Konzerthaus am Schloss in Kiel geben. Auf dem Programm steht dann das Cellokonzert h-Moll von Antonín Dvořák, mit dem sie sich schon in der ersten Runde des Wettbewerbs qualifizierte.

Als zweiten Preis vergab der Vorstand des Vereins der Musikfreunde Kiel unter Einbeziehung eines Publikums-Votings den Musikfreunde-Kiel-Preis. Dieser wurde in diesem Jahr geteilt und ging an den Cellisten Milan Drake und den Klarinettisten Maximilian Adler. Die beiden erhalten die Möglichkeit, im Herbst 2027 ein gemeinsames Rezital in der Kammerkonzertreihe »Klassisch beflügelt« des Vereins der Musikfreunde Kiel zu gestalten.

Der Wettbewerb ist benannt nach Peter Ronnefeld (1935–1965), Generalmusikdirektor und Kulturpreisträger der Stadt Kiel, Komponist, Dirigent und Cembalist. Der Schüler von Boris Blacher und Olivier Messiaen, Assistent von Herbert von Karajan an der Wiener Staatsoper und Mitglied des Ensembles Concentus Musicus Wien unter Nikolaus Harnoncourt, galt als Jahrhunderttalent. Er verstarb im Alter von nur 30 Jahren an Krebs. Ronnefeld setzte sich zeitlebens für die zeitgenössische Musik und die Förderung junger Talente ein.

Details und Termine zu den Preisträgerkonzerten werden über die Websites www.theater-kiel.dewww.musikfreunde-kiel.de und www.mh-luebeck.de bekannt gegeben.


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