Die Preisträger 2025, Foto: (c) David Ausserhofer

„Instrumenten-Tinder“ für Talente
Junge Musikerinnen und Musiker spielen beim 33. Wettbewerb des Deutschen Musikinstrumentenfonds um wertvolle Streichinstrumente

Vom 20. bis 22. Februar 2026 dreht sich in Lübeck musikalisch alles um Geigen, Bratschen und Celli. Knapp drei Tage lang spielen 53 junge Musikerinnen und Musiker aus ganz Deutschland in der Musikhochschule Lübeck in den Wertungsspielen des Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds vor, um ein Leihinstrument der Deutschen Stiftung Musikleben zu erhalten.

Ausrichterin des Wettbewerbs, der wie ein „musikalisches Tinder“ Talente und Instrumente zusammenbringen will, ist die Deutsche Stiftung Musikleben. Sie verfügt über den Musikinstrumentenfonds mit rund 280 exquisiten Streichinstrumenten, von denen jedes Jahr ein Teil neu an hochbegabte junge Musikerinnen und Musiker vergeben wird. Darüber, wer am Ende des Wettbewerbs welches Instrument leihweise mit nach Hause nehmen darf, entscheidet eine Fachjury aus Hochschulprofessoren, die sich in den über 50 Vorspielen einen Eindruck vom Können der jungen Bewerberinnen und Bewerber verschafft haben.

Arcan Isenkul (Stipendiat des Musikinstrumentenfonds, Foto: (c) David AusserhoferArcan Isenkul (Stipendiat des Musikinstrumentenfonds, Foto: (c) David Ausserhofer

Für dieses Jahr haben Prof. Ulf Wallin (Violine), Prof. Krzysztof Węgrzyn (Violine), Prof. German Tcakulov (Viola), Prof. Stephan Forck (Violoncello) und Prof. Sebastian Klinger (Violoncello) für die ehrenamtliche Juryarbeit zugesagt. Über die Zulassungen hat bereits im Dezember 2025 eine Vor-Jury entschieden. Aus 137 Bewerbungen mit 411 Videos hat sie die besten 53 ausgewählt und die Nachwuchstalente zum Wettbewerb nach Lübeck eingeladen. Bewerben konnten sich herausragende junge Musikerinnen und Musiker aus dem gesamten Bundesgebiet, Österreich und der Schweiz im Alter zwischen 12 und 28 Jahren.

Beim Wettbewerb geht es um wahre Meisterwerke der Geigenbaukunst. Unter den wertvollen Instrumenten sind in diesem Jahr zum Beispiel historische Violinen von Johannes Franziskus Pressenda, Giovanni Battista Guadagnini, Antonius Stradivari und zeitgenössische Geigen von Stefan-Peter Greiner und Stephan Baehr. Von letzterem wird auch eine Viola verliehen. Außerdem sind aktuell Violoncelli von Giovanni Baptista Grancino und Nicolas François Vuillaume für den Wettbewerb 2026 zur Vergabe vorgesehen. „Für junge Musikerinnen und Musiker ist ein erstklassiges Instrument ein wichtiger Begleiter in der musikalischen Ausbildung. Ein adäquates Instrument hilft ihnen enorm, sich künstlerisch weiterzuentwickeln. Wir sind glücklich, dass wir mit unserem Instrumentenfonds, unserem einzigartigen ‚Schatz‘, hier nachhaltig fördern können“, sagt Bettina Bermbach, Geschäftsführerin der Deutschen Stiftung Musikleben.

Mathias Johansen (Stipendiat des Musikinstrumentenfonds), Foto: (c) David AusserhoferMathias Johansen (Stipendiat des Musikinstrumentenfonds), Foto: (c) David Ausserhofer

Die Förderung der Possehl-Stiftung hat den Wettbewerb 2026 erneut in die Hansestadt gebracht. „Es freut uns sehr, dass Lübeck nun zum zweiten Mal Gastgeber für den renommierten Wettbewerb des Deutschen Musikinstrumentenfonds ist. Die Kooperation der Possehl-Stiftung mit der Deutschen Stiftung Musikleben sowie der Musikhochschule Lübeck und dem Theater Lübeck ermöglicht Außergewöhnliches für unsere Stadt: Musikalischer Spitzennachwuchs kommt nach Lübeck, um in einem öffentlichen Wettbewerb um die kostbaren Instrumente zu konkurrieren und in zwei Konzerten sein ganzes Können zu zeigen“, sagt Prof. Wolfgang Sandberger, Vorstandsvorsitzender der Possehl-Stiftung.

Der Wettbewerb endet am Sonntagabend mit einem Preisträgerkonzert und der Übergabe der Leihinstrumente an die jungen Musikerinnen und Musiker. Das Konzert um 19.00 Uhr im großen Saal der Musikhochschule ist öffentlich, um Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder telefonisch unter 040/360 91 55 0 wird gebeten. Am Montagabend spielen die beiden Preisträger des Wettbewerbs 2025 Victoria Wong (Violine) und Felix Brunnenkant (Violoncello) als Solisten mit dem Philharmonischen Orchester der Hansestadt Lübeck unter der Leitung von GDM Stefan Vladar im Theater Lübeck. (Tickets für das Konzert „Rising Stars“ über das Theater Lübeck.)

Mira Marie Foron (Stipendiatin des Musikinstrumentenfonds), Foto: (c) David AusserhoferMira Marie Foron (Stipendiatin des Musikinstrumentenfonds), Foto: (c) David Ausserhofer

Vorspielrunden des Wettbewerbs des Deutschen Musikinstrumentenfonds
Freitag, 20. Februar 2026: 9.30 – 18.00 Uhr, MHL Großer Saal
Samstag, 21. Februar 2026: 9.00 – 19.00 Uhr, MHL Kammermusiksaal
Sonntag, 22. Februar 2026: 9.00 – 12.00 Uhr, MHL Kammermusiksaal
Alle Wertungsspiele in der Musikhochschule Lübeck sind öffentlich, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Konzert der Preisträgerinnen und Preisträger mit Übergabe der Instrumente
Sonntag, 22. Februar 2026: 19.00 Uhr
Musikhochschule Lübeck, Großer Saal
Anmeldung unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! erwünscht.

Konzert „Rising Stars“ im Theater Lübeck
Montag, 23. Februar 2026: 19.30 Uhr
Victoria Wong (Violine), Felix Brunnenkant (Violoncello), Stefan Vladar (musikalische Leitung), Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck
Tickets über die Webseite des Theaters Lübeck (www.theaterluebeck.de)

Preisträgerin des Wettbewerbs 2025 Victoria Wong, Foto: (c) David AusserhoferPreisträgerin des Wettbewerbs 2025 Victoria Wong, Foto: (c) David Ausserhofer

Dass die Hansestadt Lübeck Austragungsort des Wettbewerbs ist, wird ermöglicht von der Possehl-Stiftung. Als Kooperationspartner konnten die Musikhochschule Lübeck und das Theater Lübeck gewonnen werden.

Weitere Informationen zum 33. Wettbewerb des Deutschen Musikinstrumentenfonds unter www.deutsche-stiftung-musikleben.de


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