Die Musikhochschule Lübeck (MHL) lädt am Freitag, 18. Juli um 18 Uhr zu einem multimedialen Abend unter dem Titel „Lichtspiel“ in den Großen Saal ein. Im Rahmen ihrer Abschlussprüfung verbinden Studierende der Elementaren Musikpädagogik (EMP) Musik, Sprache und Bewegung zu multimedialer Performance.
Drei interdisziplinäre Performances bringen die MHL-Studierenden Karoline Kolditz, Leon Lea Wolff sowie Emmely Kettner und Franziska Kummer im Rahmen ihrer EMP-Abschlussprüfung am Freitag, 18. Juli um 18 Uhr auf die Bühne im Großen Saal. Das Publikum erwartet ein multimedialer Abend, bei dem sich Live-Musik, Tanz, Texte und Videoprojektionen, Perkussionsinstrumente und Alltagsgegenstände zu einem Kunstwerk vereinen.
In ihrer Performance „Was siehst du?“ beschäftigt sich Karoline Kolditz mit dem eigenen Spiegelbild im Vergleich mit gesellschaftlichen Idealen und fragt: „Wie sehe ich mich eigentlich selbst?“ und „Gefällt mir, was ich im Spiegel sehe?“. Sechs Interpretinnen und Interpreten performen dabei mit Bassklarinette, Kontrabass, achtsaitiger Gitarre und einem Standspiegel. Ein Streichtrio, eine große Trommel und klingende Weingläser sind Bestandteil der Performance „Licht und Schatten“. Emmely Kettner und Franziska Kummer spielen darin mit den Licht- und Schattenseiten des Lebens: „Unsere Performance führt dorthin, wo Hoffnung und Zweifel sich berühren und zeigt, dass beide Teile zum Leben gehören“. „Kaleidoskop“ heißt die Performance, in der Leon Lea Wolff Krisen und Konflikte instrumental und tänzerisch verarbeitet. Neben Geige, Bratsche, Cello und Gitarre sind Perkussionsinstrumente, Alltagsgegenstände und auch elektronische Klängen zu erleben.
Die künstlerische Leitung der Projekte haben die beiden EMP-Dozierenden Prof. Elisabeth Pelz und Prof. Marno Schulze. „Der Prozess von der Entscheidung für ein Thema, über die konzeptionelle Ausarbeitung bis hin zur konkreten Probenarbeit und Aufführung ist ein genuin künstlerischer“, erläutert Marno Schulze: „An der MHL ist uns dieser Aspekt überaus wichtig. Wir glauben, dass Musikpädagogen nur aus ihrer eigenen ästhetischen Erfahrung heraus vorleben können, was es heißt mit Sprache, Stimme, Instrument und Bewegung zu gestalten. In einen künstlerischen Prozess eingebunden zu sein, ist die Essenz, von der alles Weitere ausgeht – unabhängig davon, ob es sich dann später an Kinder, Jugendliche oder Erwachsene richtet!“ Es sind drei künstlerisch hochkarätige Performances entstanden, die die Persönlichkeiten der Studierenden auf ganz besondere Weise widerspiegeln. Der Abend verspricht einen einmaligen Einblick in die facettenreiche Ausbildung im Fach Elementare Musikpädagogik an der MHL.
Prof. Elisabeth Pelz beendet mit der Betreuung dieser Performances ihre Lehrtätigkeit an der MHL und widmet sich ab Oktober ganz ihrer Lehrtätigkeit an der HfMT Hamburg. Seit 25 Jahren hat sie MHL-Studierende im Bereich EMP begleitet und ihnen das tänzerische Handwerkszeug mit auf den Weg gegeben.
„Lichtspiel“ findet am Freitag, 18. Juli um 18 Uhr im Großen Saal der MHL statt. Der Eintritt ist frei.