Manaf Halbouni: "Monument" vor dem Brandenburger Tor, 2017, (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Vernissage in der Kunsthalle St. Annen
Manaf Halbouni - OSTWIND

Der syrische Künstler Manaf Halbouni ist einer breiten Öffentlichkeit durch seine vertikal aufgerichteten Bussen vor dem Brandenburger Tor und der Dresdner Frauenkirche bekannt. Am Samstag, 29. August wird seine Ausstellung "Ostwind" in der Kunsthalle St. Annen eröffnet. Der Künstler ist anwesend. Besucher können im Rahmen eines "Künstlergesprächs" mehr über seine Arbeit erfahren.

Der vorwiegend in Dresden lebende Künstler Manaf Halbouni beschäftigt sich in seiner Kunst unter anderem mit seinen Erinnerungen an den Bürgerkrieg in Syrien. Des Weiteren finden universelle Themen wie Migration, Freiheit, Demokratie und das Potenzial einer offenen Gesellschaft eine Resonanz in seiner Arbeit. 1984 als Sohn einer deutschen Mutter und eines syrischen Vaters in Damaskus geboren, musste er als Kriegsdienstverweigerer Syrien verlassen. Seine Schaffensprozesse in unterschiedlichen Medien, wie Bildhauerei, Zeichnung und Video reflektieren seine eigene Lebenserfahrung zwischen der arabischen Welt und Europa. Bekannt ist er für seine Arbeiten im öffentlichen Raum. Besonders mit dem Projekt Monument, drei vertikal vor der Frauenkirche in Dresden und später dem Brandenburger Tor positionierten Bussen, erregte der Künstler im Jahr 2017 in Deutschland und international einige Aufmerksamkeit .

Manaf Halbouni: Porträt General Hadid, 2018, (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020Manaf Halbouni: Porträt General Hadid, 2018, (c) VG Bild-Kunst, Bonn 2020Nach zahlreichen bundesweiten und internationalen Ausstellungsbeteiligungen von Manaf Halbouni widmet ihm die Kunsthalle St. Annen im Sommer 2020 seine erste museale Einzelausstellung. Diese speziell für das Lübecker Museum für Kunst nach 1945 bis zur Gegenwart entwickelte Schau wird verschiedene Werkgruppen vorstellen. Hierbei bezieht Halbouni die Sammlung der Kunsthalle ein. So finden zum Beispiel die abstrakten Werke von Ernst Wilhelm Nay und des Informel, die unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg in Europa entstanden, eine Resonanz in dem durch Kriegserfahrung und Migration geprägten zeitgenössischen Schaffen des syrischen Künstlers. Die künstlerische Auswahl der Sammlungsexponate für die Ausstellung, bezieht sich dem entsprechend vor allem auf Werke aus der Zeit unmittelbar nach 1945 und auf spätere, in schwarz und grau gestaltete Gemälde, deren erdige Eintönigkeit in der Zusammenschau mit Halbounis Installationen seine spezielle, oft ironische Sicht auf Politik und Gesellschaft reflektiert.

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Texten von Antje-Britt Mählmann, Lotte Laub und einem Künstlerinterview von Manaf Halbouni mit Ann-Kristin Jürgensen.

Vernissage: Samstag, 29. August 2020 um 11 Uhr, Kunsthalle St. Annen
Aufgrund der Corona-Bestimmungen dürfen nur max. 45 Personen an der Eröffnung teilnehmen. Bitte melden Sie sich rechtzeitig per Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!an.

Die Ausstellung geht vom 29. August bis zum 8. November 2020. Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-17 Uhr

Instawalk: Samstag, 29. August 2020, 14-16 Uhr, Kunsthalle St. Annen
Anmeldung: Anmeldung per Email bis zum 27. August unter Nennung des Vor- und Nachnamens sowie des Accounts (Instagram und/oder Twitter bzw. Blog) an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! 

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