
Die titelgebende Rachel Ormont ist in Gefangenschaft innerhalb einer Werbeagentur aufgewachsen – ihr gesamtes Selbstverständnis wurde durch Warenwelt und Wahrnehmung geformt. Ihre alles verzehrende Obsession gilt „Mommy 6.0“ – einem synthetischen Pop-Idol, bei dem es sich um ihre leibliche Mutter handeln könnte – oder auch nicht. Während Rachels parasoziale Fixierung mutiert und sich schließlich selbst verschlingt, rast der Film durch satirische Psychedelia, Body-Horror und Dark Comedy hinein in wahrhaft unerforschtes Terrain. Nur wenige Filme besitzen die schiere Kühnheit, das schizoide Chaos einer „chronisch-online“ geführten Existenz in ein vollkommen kompromissloses Kinoerlebnis zu verwandeln. Nichts für Leute mit schwachen Nerven – ein absolutes Muss für alle anderen.