
Der Themenabend am Donnerstag, 8. Mai steht um 19.30 Uhr unter dem Motto „Messages musicaux“. César Franck verzauberte als Organist in Paris die Franzosen 30 Jahre lang mit seinen Orgelklängen. Erst in späten Jahren schrieb er mit dem „Prélude, Choral et Fugue“ sein erstes Klavierwerk, das − bei der Pariser Uraufführung umjubelt − hier von Konrad Elser präsentiert wird. Francis Poulenc gehörte als Mitglied der Komponistengruppe „Groupe des Six“ mit seiner Musik zum Inbegriff der französischen Musik. Angela Firkins (Flöte), Jens Thoben (Klarinette), Cassandra le Cunff (Fagott), Adrián Díaz Martínez Horn und Konstanze Eickhorst (Klavier) bringen sein Sextett zu Gehör, das zu den schönsten Werken für Bläserkammermusik gehört.
Den Komponisten, Dirigenten und Musiktheoretiker Pierre Boulez würdigt das Brahms-Festival anlässlich seines 100. Geburtstages. In seiner Komposition „Messagesquisse“ verwandte er Töne als Chiffre für den Nachnamen des Widmungsträgers − eine Geheimbotschaft und musikalisches Geburtstagstelegramm für den befreundeten Cellisten Paul Sacher Sacher. Die Professoren Ulf Tischbirek und Troels Svane laden zusammen mit ihren Studierenden ein zu dieser musikalischen Entdeckungsreise in ungewöhnlicher Besetzung für Cello solo und sechs Celli.
Jens Thoben (Klarinette), Troels Svane (Violoncello) und Florian Uhlig (Klavier) präsentieren zum Abschluss das Trio a-Moll op. 114 von Johannes Brahms, zu dem der Komponist sich in späten Jahren, er hatte eigentlich schon mit dem Komponieren abgeschlossen, vom Klangzauber der Klarinette noch einmal inspirieren ließ.
Eintrittskarten sind unter www.mh-luebeck.de erhältlich.
Foto: Jens Thoben, (c) Dovile Sermokas