6. Kammer­konzert

Montag, 11. Mai 2026, 19:30
KolosseumKronsforder Allee 25, 23560 Lübeck
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Dmitri Schostakowitsch (1906‑1975)
Zwei Oktett-Sätze op. 11

Antonín Dvořák (1841‑1904)
Streichsextett A-Dur op. 48

Niels Wilhelm Gade (1817‑1890)
Streichoktett F-Dur op. 17

Das 6. Kammerkonzert widmet sich groß besetzter Streicherkammermusik aus entscheidenden Lebensphasen dreier Komponisten: Dmitri Schostakowitsch, Antonín Dvořák und Niels Wilhelm Gade.

Parallel zur Arbeit an seiner ersten Sinfonie komponierte Dmitri Schostakowitsch in den Jahren 1924/25 die beiden Sätze für Streichoktett op. 11 – ein frühes Kammermusikwerk, in dem er bereits wesentliche Elemente seiner späteren Klangsprache erprobt. Der erste Satz, ein Präludium, ist in Anlehnung an Johann Sebastian Bach gestaltet. Im Scherzo ist dagegen bereits jener ironisch-sarkastische Tonfall zu hören, der für viele seiner späteren Scherzi charakteristisch werden sollte.

Das Streichsextett A-Dur op. 48 von Antonín Dvořák entstand 1878 in einer entscheidenden Phase seiner Karriere: Der zuvor kaum bekannte Prager Musiker erlangte durch die Förderung von Johannes Brahms, die Veröffentlichung seiner Slawischen Tänze und deren großen Erfolg erstmals internationale Aufmerksamkeit. Es war die Zeit seiner sogenannten »slawischen« Phase, in der er sich verstärkt von der Volksmusik inspirieren ließ. Auch das Sextett verbindet Kammermusik mit eingängigen, von der tschechischen Volksmusik geprägten Melodien und Rhythmen. Besonders deutlich zeigt sich das in den Mittelsätzen – der schwermütigen »Dumka« und dem lebhaften »Furiant«. Das Finale, ein Variationensatz, führt von einem fast trauermarschartigen Beginn zu einem immer bewegteren, mitreißenden Finale.

Auch das Streichoktett F-Dur op. 17 von Niels Wilhelm Gade entstand in einer für den Komponisten bewegten Zeit: Zuvor hatte auch er sich mit Werken wie der Ouvertüre »Nachklänge von Ossian« und der ersten Symphonie c-Moll in Deutschland einen Namen gemacht und war durch die Förderung von Felix Mendelssohn Bartholdy nach Leipzig berufen worden, wo er am Gewandhaus wirkte. Der Tod Mendelssohns im Jahr 1847 erschütterte ihn und die politischen Unruhen von 1848 führten schließlich dazu, dass Gade Leipzig verließ und in seine dänische Heimat nach Kopenhagen zurückkehrte. In dieser Zeit entstand das Streichoktett, das er zwischen Frühjahr und Sommer 1848 vollendete. Zwar vermisste die zeitgenössische Kritik darin zunächst den oft beschworenen »nordischen Ton«, doch entwickelte sich das Werk bald zu einem seiner beliebtesten Kammermusikstücke.



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