
Am Mittwoch, 25. März, hält Dr. Brigitte Heise ab 19 Uhr im Museum Behnhaus Drägerhaus einen Vortrag mit dem Titel „Der Bildhauer und sein schwieriges Modell“. Darin geht es um den Bildhauer Gustav Seitz, der 1954 von der Akademie der Künste der DDR den Auftrag bekam, Thomas Mann zu porträtieren. Das Bildnis sollte das offizielle Geschenk zu seinem 80. Geburtstag sein. Die Arbeit entpuppte sich für Seitz jedoch als Herausforderung, was sich anhand seiner Tagebucheinträge während der viertägigen Sitzungen gut nachvollziehen lässt. Diese Dokumentation ist für die Kunstgeschichte von unschätzbarem Wert. Auch Thomas Mann selbst erwähnt die Arbeit in seinem Tagebuch. Die Wahrnehmung der beiden ist jedoch sehr unterschiedlich – während Gustav Seitz voller Selbstzweifel mit der Arbeit gerungen hat, war Thomas Mann mit dem Ergebnis als repräsentatives Kunstwerk äußerst zufrieden. Die Teilnehmer:innen können die Büste vor Ort begutachten und sich selbst eine Meinung bilden.
Foto: Thomas Mann Porträt von Gustav Seitz 1961, (c) Museum Behnhaus Drägerhaus