
Nach über 500 gespielten Konzerten findet John Steam Jr. endlich eine Schublade, die – unter quietschenden Scharnieren – irgendwie zu passen scheint. Seine Interpretation von Americana hat Ecken und Kanten, vermeidet jedes inhaltliche Klischee und funktioniert in der lokalen Eckkneipe genauso wie auf der Festivalbühne. Und im Trio gleich nochmal so gut.
John Steam Jr. ist auch in diesem Jahr mit Gitarrenkoffer, Songs und Geschichten (und im Tonfink auch mit der Unterstützung durch die Feverdreams) unterwegs, wobei er sich beim Versuch, sich selbst zu moderieren, um Kopf und Kragen redet – und mit entwaffnender Ehrlichkeit den erhobenen Finger in erster Linie gegen sich selbst richtet.
Foto: (c) Gert Krautbauer