Serien - Druckgraphik von Warhol bis Wool

Donnerstag, 29. April 2021, 10:00 - 18:00
Hamburger Kunsthalle Glockengießerwall, 20095 Hamburg
campbells_chicken_noodle.jpg

Was fasziniert Künstler*innen an Serien und vielmehr noch an der seriellen Wiederholung im Druck? Serien sind offene Systeme, erzählen Geschichten, spielen mit dem Rhythmus, erlauben Variationen und dokumentieren künstlerische Prozesse. Mit seinen berühmten Siebdrucken »Campbell’s Soup« (1968) oder den »Marilyn«-Porträts (1967) hat Andy Warhol (1928–1987) die serielle Wiederholung von Bildern zu seinem Markenzeichen gemacht. Mitte der 1960er-Jahre war die Druckgraphik durch Pop Art und Fluxus zu einer der wichtigsten künstlerischen Medien geworden. Neue graphische Techniken wie Siebdruck und Offset erlaubten mit aggressiven Farben und schlagkräftigen Motiven nicht nur hohe Auflagen, sondern auch einen bis dahin unbekannten Zugriff auf die Bildmotive populärer Print- und Werbemedien. Neben der Pop Art war es vor allem die Minimal Art und Konzeptkunst, die mit ihren graphischen Folgen die serielle Vervielfältigung von Printmedien in den Vordergrund stellten.

Das Kupferstichkabinett der Hamburger Kunsthalle besitzt einen herausragenden Bestand druckgraphischer Serien, die mit Ausnahme von Andy Warhols  Siebdrucken, bisher nur selten oder noch nie gezeigt worden sind. Die Ausstellung SERIEN zeigt nun erstmals Highlights der Sammlung von 1960 bis heute, die zugleich auch die Geschichte dieses Mediums seit den 1960er Jahren skizziert von Josef Albers (1888-1976) »Hommage au careè« (1965) über David Hockneys (*1937) Zyklus »A Rakes Progress« (1961–63), Roy Lichtensteins »Haystack« bis zu Christopher Wools (*1955) Serie »Untitled« (2016). Einen weiteren Schwerpunkt bilden die aktuellen Neuerwerbungen von jungen Künstler*innen, wie die Serie »Mid Sentence« (2018) von Nina Canell (*1979) oder Helen Cammocks Folge (*1977) »Shouting in Whispers« (2017).

Die Auswahl von rund 50 graphischen Folgen präsentiert nicht nur Hauptwerke dieses Genres von der Pop Art bis heute, sondern wirft auch einen Blick auf die Geschichte ihrer Entstehung und die Kooperationen mit führenden Drucker*innen, Verleger*innen und Editionen, die zu immer neuen und überraschenden, oft revolutionären Entwicklungen in der Graphik führte. Im Fokus dieses Ausstellungsprojekts steht der serielle Prozess, der von der Struktur der Serie als einer Abfolge von Motiven über den schrittweisen Druckprozess bis zur sukzessiven Wahrnehmung der Betrachter*innen reicht. Wie entstehen Serien im Druck? Welche Prozesse, Entscheidungen und Techniken spielen dabei eine Rolle? Die Kooperation zwischen Künstler*innen und Drucker*innen wird in der Ausstellung direkt durch Filme und Interviews dokumentiert. Im Zentrum steht dabei auch die Frage nach neuen Techniken in der Druckgraphik. Ausgehend von der Sammlung der Hamburger Kunsthalle demonstriert die Ausstellung mit ca. 300 Werken die visuelle und politische Sprengkraft graphischer Serien.

Mit SERIEN führt die Kunsthalle die Erforschung, Entdeckung und Präsentation von graphischen Werken weiter, die sie zuletzt mit den erfolgreichen Ausstellungen Zeichnungsräume. Positionen zeitgenössischer Graphik I + II (2016/2017) und Künstlerbücher (2017/2018) zeigte.

 

Bild: 

Andy Warhol (1928–1987), Campbell's Soup I (Blatt 1, Black Bean und Blatt 2, Chicken Noodle), 1968
vom 16. April 2021 bis 15. Aug 2021
Öffnungszeiten:
Dienstag–Sonntag
10–18 Uhr
Donnerstag
10–21 Uhr

Um eine Kontaktverfolgung zu gewährleisten, ist eine Terminbuchung vorab notwendig. Bitte kaufen Sie vor Ihrem Besuch im Ticket-Online-Shop ein Zeitfensterticket. An den Museumskassen werden derzeit keine Tickets verkauft.




April 2021
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30

Wetter in Lübeck

Highlights Vorschau

24Sep

Fr. | 10:00 | Europäisches Hansemuseum
25Sep

Sa. | 10:00 | Günter Grass-Haus
25Sep

Sa. | 10:00 | Europäisches Hansemuseum
25Sep

Sa. | 10:00 | Kunsthalle St. Annen
25Sep

Sa. | 10:00 | Günter Grass-Haus