Henning Venske: Summa summarum – Die Abschiedstour

Freitag, 9. November 2018, 20:00
KolosseumKronsforder Allee 25, 23560 Lübeck
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So, die Entscheidung ist gefallen, ein ganz Großer des deutschen Kabaretts 
verabschiedet sich mit einer letzten Tournee von seinem Publikum.

HENNING VENSKE wird in 2018 mit einen furiosen Finale unter dem Titel SUMMA SUMMARUM ein letztes Mal den ganzen veröffentlichten Phrasenmüll, die Worthülsen und Unwahrheiten mit einem Hieb erledigen. 
Der Schauspieler, Kabarettist, Regisseur  und Schriftsteller Henning Venske analysiert die aktuellen politischen Entwicklungen - und die der vergangenen Jahre – mit einem Scharfsinn, der manchen Amtsinhaber, Würdenträger und Kampagnenjournalisten beschämen müsste.

Floskeln, Klischees und Phrasenmüll, Blender, Lallbacken und Waffelnasen – all dies erledigt Deutschlands „meinstgefeuerter Satiriker“ pointiert und witzig. 
Er ist ein Kabarettist der guten alten Schule: Alles, was sich öffentlich regt, kreucht und fleucht, wird von ihm skeptisch begutachtet und bekommt seine verdiente Strafe, gemein, aber nicht unhöflich.
Selbstbewusst und angriffslustig auch nach 57 Bühnenjahren präsentiert sich dieser in vielen Satire-Kämpfen gestählte Bühnenakrobat.
Verbale Entgleisungen spießt er mit einer solchen Kunstfertigkeit auf, dass der geschundene Geist auflacht, der Verstand triumphiert und das Herz vor Freude und Genugtuung hüpft.
Der eine oder andere Kollege hat jahrelang diverse Abschiedstourneen veranstaltet. Venkse ist auch bei diesem Anlass, wie sein Publikum ihn kennt und schätzt: präzise, scharf und gnadelos: Das war’s. Basta la Musica.

Wir freuen uns auf ein „Finale grande“ mit einem der ganz Großen!
Ein satirisches Vergnügen allererster kabarettistischer Güte!
Musikalisch begleitet von seinem kongenialen Partner Frank Grischek (Akkordeon)

Venske im Allgemeinen:

Mythologisch gesehen handelt es sich beim Kabarett um ein alternatives Danaiden-Fass mit doppeltem Boden. Darin steht der Satiriker als Brettl-Tantalus bis zum Hals in der Jauche, aber soviel er auch schöpft: Der Jauchespiegel sinkt nicht.

Wachsende Umweltzerstörung, wachsende Staatsmacht, wachsende Ohnmacht des Einzelnen, wachsende Kriegsgefahr und die erkennbaren Grenzen des Wirtschaftswachstums: Alles wächst allen über den Kopf.

Aber der Satiriker guckt oben raus. Zwar ist auch seine Energie fast schon paralysiert, aber da ist noch ein bisschen Sehnsucht: Die greint und quengelt. Da ist noch ein Quäntchen Wut: Die nagt und quält. Und da ist noch ein Rest Hass: Der lacht und räsoniert sich so durch. Sehnsucht, Wut, Hass: 
Läuft der Satiriker mit Leichenbittermiene von Auftritt zu Auftritt?

Selbstverständlich: Die bewirkt ja seine Komik. 

Charles Chaplin sagte: „Ein echter Satiriker kann nur ein Mensch sein, der im Herzensgrund die Menschen liebt“. Der Satiriker wird angetrieben von der Empörung über das Leid anderer. Nicht Zorn und Ekel, sondern Empathie und Mitleid mit den Schwachen, den Hungernden, den Ausgebeuteten und Unterdrückten sind die Antriebskräfte des Satirikers – und dann die Wut auf jene, die das Elend verursachen. Signifikant für den Satiriker ist, dass er stets einen Standpunkt auf Seiten der Schwächeren bezieht.

Der Satiriker weiß, dass diese Welt nur mit Brachialgewalt zu ändern ist, aber seine Arme hängen ziemlich schlaff herab. Er ist also eine echte Führungspersönlichkeit in einer orientierungslosen Gesellschaft. Sein Rüstzeug ist eine solide, jedoch völlig perspektivlose Halbbildung. Auch bestreitet er entschieden jede Verantwortung für die Bildungslücken sowohl des Publikums wie auch seiner Kritiker.

Sein Spott beginnt da, wo sein Verständnis aufhört, oder umgekehrt. Sein revolutionäres Potential entfaltet sich mit Vorliebe an der Theke. Dort verbittet er sich mit Nachdruck und ein für alle Mal jede weitere Nachfrage, inwiefern das Kabarett, also die gespielte Satire, etwas verändern könne.
Der Satiriker vermutet: Es ist der Sinn des gesunden Menschenverstandes, verrückt zu werden. Aber nicht alles, was der Satiriker schreibt oder sagt, ist Satire. Allerdings – um ernsthafte Schwierigkeiten zu vermeiden, muss er die Leute glauben machen, es handle sich um Satire.

Für den Satiriker gilt:
Weltbetrachtung – ja.
Weltanschauung – nein.
Toleranz Null.
Toleranz ist nur eine bequeme Ausrede für Leute, die sich nicht zwischen ja und nein entscheiden können.



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