
Am Mittwoch, den 23. September 2026 um 12:00 Uhr, verwandelt sich die historische St.-Marien-Kirche zu Lübeck in ein Zentrum barocker Orgelkunst. Im Rahmen der Lübecker Buxtehude-Tage 2026 lädt die Reihe Orgelpunkt 12 zu einem außergewöhnlichen Mittagskonzert unter dem Titel »Ciaccona et Passacaglia« ein. Die Besucher erwartet eine musikalische Reise durch zwei der faszinierendsten Variationsformen des Barock, dargeboten im authentischen akustischen Raum der weltberühmten Buxtehude-Wirkungsstätte.
Sowohl die Ciaccona (Chaconne) als auch die Passacaglia basieren auf einem scheinbar einfachen, aber kompositorisch hocheffektiven Prinzip: Über einer sich ständig wiederholenden Basslinie – dem Ostinato – entfalten sich im oberen Register immer neue, immer komplexere harmonische und melodische Variationen. Das dreißigminütige Programm spannt einen Bogen von französischen Einflüssen bis hin zur norddeutschen Orgeltradition und gipfelt in einem der monumentalsten Werke der Orgelliteratur überhaupt.
Programm
François Couperin (1668–1733)
Passacaglia in h
Dieterich Buxtehude (1637–1707)
Ciaccona in c BuxWV 159
Johann Caspar Kerll (1627–1693)
Passacaglia in d
Dieterich Buxtehude
Praeludium in E BuxWV 141
Johann Sebastian Bach (1685–1750)
Passacaglia c-Moll BWV 582
Foto: Johannes Unger, (c) Steffi Niemann