
Jahrzehnte lang waren der Lübecker Hafen und der Unterlauf der Trave geprägt von Kranen, Hellingen, Schiffbauhallen und Dockbauplätzen. Von Arbeiten unter Wasser u.a. vom Spundwandbau und Dükerbau, also Legen von Leitungen jeglicher Art unter Wasser, bis zu Reparaturen an Schiffswänden und Schiffsschrauben war bisher selten die Rede. Etwas davon zu sehen, gab es schon gar nicht.
Ohne Taucher ging es nicht, solange die Schiffbauindustrie an der Trave aktiv war. Ohne Taucher kann es auch heute und in der Zukunft nicht gehen, da weiter Neubauten, Dükerbau, Reparaturen welcher Art auch immer unter Wasser ausgeführt werden müssen. Ferner geht es beim Tauchen auch um Materialbergung, Menschenrettung bei Unfällen und Kontrolle über das Unterwasserleben und Forschung.
Rainer Wiedemann zeigt in seiner von ihm kuratierten Ausstellung - neben der Historie des Tauchens seit der Antike bis heute – viele spannende und mit Texten erläuterten Bilder von Tauchern, die diese schweren und gefährlichen Arbeiten unter Wasser ausführen. In der Ausstellung geht es primär um die Arbeit der Berufstaucher aus Wirtschaft und Wissenschaft, der Feuerwehr und der Marine, beginnend ab dem ausgehenden 19. Jahrhundert. Historische und zeitgenössische komplette Helmtaucherausrüstungen sind zu sehen, ebenso wie z.B. eine Dekompressionskammer und Taucherzubehör. Die Firma Dräger, die ab 1906 die Entwicklung ihrer berühmten Helmtauchgeräte startete, später auch der Leichttaucheranzüge, steht besonders im Fokus.
Tauchen Sie mit uns ein in eine unbekannte Berufswelt! Sie werden danach die Welt mit anderen Augen sehen…
Ausstellung vom 18. April 2026 bis 25. Oktobner 2026
Öffnungszeiten: Freitag 14-17, Samstag und Sonntag 10-17 Uhr
Foto: (c) Frank Werthwein