
Am 20. Oktober gibt es im Haus Eden wieder eine Klaviermatinee. Der Pianist bleibt beim konstrastvollen, vielfarbigen Programmschema Prokofieff-Debussy-Bach-Liszt. Von Prokofieff erklingt diesmal mit den 12 Stücken op. 10 der "klassische" und der "humoristische" Prokofieff, der Mozart und Haydn witzig nachahmt und dann surreal ins Schräge verzerrt. Die letzte Nummer ist ein teuflisch schweres, faszinierend funkelndes Virtuosenstück. Als Kontrast erklingen anschließend die klanglich zauberhaften "Arabesques" von Debussy. Nach einer Pause mit Kaffee und persönlichen Gesprächen mit dem Pianist kommen die Musikblöcke "für das Herz" mit Bach und Liszt.
Jeweils am dritten Sonntag eines Monats finden diese Matinee-Konzerte um 11 Uhr statt.
Daniel Fritzen ist nicht nur ein Pianist der Oberliga, er begibt sich in die Psyche und Persönlichkeit der Komponisten und bereitet Ihnen so ein unvergleichlich sinnlich und geistiges Erlebnis.
Daniel Fritzen, geboren 1978 in Hofheim am Taunus, hat an der Musikhochschule Lübeck zwei Studiengänge (Musikerziehung und künstlerisches Diplom) absolviert und studierte darauf an der University of California in Los Angeles eine Kombination aus Konzertexamen und musikwissenschaftlicher Promotion. [Die Wahl seiner Klavierlehrer zielte darauf hin, möglichst unterschiedliche Traditionen des Klavierspiels kennenzulernen: Karl-Heinz Kämmerling (Privatunterricht in Hannover), Konstanze Eickhorst, Konrad Elser (Lübeck) und Vitaly Margulis („Russische Schule“, in Los Angeles.] Neben dem Studium hatte Daniel Fritzen Lehraufträge für Klavier (Los Angeles) und Klavierbegleitung (Lübeck. Durch seine Leidenschaft für Kammermusik konzertierte er in Deutschland und den USA mit Musikern wie Gottfried Schneider, Movses Pogossian, Gary Gray, Diethelm Jonas und dem Quasar Quartett. Sein Einsatz für Neue Musik ermöglichte ihm Zusammenarbeit mit Pierre Boulez, Peter Eötvös, zeitgenössischen amerikanischen Komponisten und nicht zuletzt dem Lübecker Kompositionsprofessor Dieter Mack. Daniel trat bei zahlreichen Festivals auf, unter anderem bei den Schwetzinger Festspielen, der Dilijan Konzertreihe in Los Angeles und im dortigen County Museum of Art, in einer Live-Übertragung des amerikanischen Radios.