
Moderiert von Institutsleiter Prof. Wolfgang Sandberger, präsentieren zwölf Gesang- und Instrumentalstudierende der MHL im Hansensaal der Villa Brahms ein Weihnachtsprogramm mit Werken von Humperdinck und Sandrés. In das 1906 verfasste Krippenspiel „Bübchens Weihnachtstraum“ hat Engelbert Humperdinck (1854–1921) bekannte Weihnachtslieder eingearbeitet: „Stille Nacht“, „Vom Himmel hoch“ und „O du fröhliche“ sind da zu hören, drei- und vierstimmig gesungen von Studierenden aus den Gesangklassen der MHL und begleitet an Klavier und Gitarre von Ann-Kathrin Strauch und Jun-Su Hong. Schauspieler Andreas Hutzel rezitiert dazu den Text von Gustav Falke: Vom Knaben, der bei häuslichen Weihnachtsvorbereitungen einschläft und sich einen Winterwald zu den Figuren der Weihnachtsgeschichte hineinträumt. Humperdinck schrieb das Werk ursprünglich für kleines Orchester und Kinderchor mit der Absicht es für Kammer- und Liebhaberorchester aufführbar zu machen. Heute gibt es nebenbei Einblick in das hohe Niveau des damaligen Laienmusizierens. Weiterhin präsentieren Studierende der MHL die Suite für Klaviertrio „Hänsel und Gretel“, die der französische Komponist Gustave Sandrés mit Melodien aus Humperdincks gleichnamiger Märchenoper arrangiert hat. Humperdinck wurde mit dieser Oper, die unter Richard Strauss am 23. Dezember 1893 in Weimar uraufgeführt wurde, mit einem Schlag als „Weihnachtskomponist“ weltberühmt.
Ab 14 Uhr lädt der Wintergarten der Villa Brahms Villa bei Kaffee und Kuchen zur Einstimmung auf den Konzertnachmittag ein. Parallel ist die Ausstellung „Johannes Brahms – Ikone der bürgerlichen Lebenswelt?“ geöffnet.
Foto: Andreas Hutzel, (c) Marlène Meyer-Dunker