bis Ostermontag, den 05.April verlängert - Kunst zu Beginn des 20sten Jahrhunderts – ein Aufbruch

Sonntag, 14. März 2021, 12:00 - 18:00
Fabrik der KünsteKreuzbrook 10, 20537 Hamburg
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Die Fabrik der Künste zeigt eine Ausstellung renommierter Künstler der 20er Jahre aus dem Fundus der bekannten Berliner Galerie Nierendorf, die in diesem Jahr ihr 100-jähriges Jubiläum feiert. Darunter große Namen wie Otto Dix, George Grosz, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Otto Müller, Max Pechstein, Joseph Scharl, Emil Nolde und Max Beckmann.

Karl Nierendorf gründete die Galerie 1920 und führte sie bis 1936 gemeinsam mit seinem Bruder Josef. Karl förderte Otto Dix, der zeitweilig zum Hauptkünstler der Galerie avancierte. Außerdem präsentierte die Galerie u.v.a. die "Brücke"-Künstler sowie Lyonel Feininger und Paul Klee. 1937 eröffnete in New York die erfolgreiche "Nierendorf Gallery", während die Berliner Galerie 1938 aufgrund des Regimes der Nationalsozialisten und des bevorstehenden 2.Weltkrieges vorerst schließen musste. Florian Karsch, der Adoptivsohn von Josef Nierendorf, begann 1955 mit dem Wiederaufbau der Galerie und verhalf ihr zu neuem Renommé. Er zeigte die schon von Karl Nierendorf vertretenen Künstler sowie ambitionierte Ausstellungen der Werke von Hannah Höch, Conrad Felixmüller und George Grosz. Seit 2011 führt sein Adoptivsohn Ergün Özdemir-Karsch diese Tradition weiter. Zudem bietet er auch zeitgenössischen Künstlern in der Galerie ein Forum.

Die Ausstellung in der Fabrik der Künste widmet sich inhaltlich dem Lebensgefühl der 20er Jahre, das geprägt war durch Not und Armut nach dem 1.Weltkrieg, aber auch durch Aufbruch und dem Bestreben nach Neuanfang, das den Wiederaufbau und die Industrialisierung vorantrieb. Eine schnelllebige Zeit des Umbruchs, in der besonders in Berlin das Leben pulsierte. Nach der langen Zeit der Entbehrung sehnten sich die Menschen nach Ausgelassenheit und Vergnügen. Dies fanden sie vor allem in Musik, Tanz und Theater, wobei Erotik und Ausschweifung vermehrt enttabuisiert und gesellschaftsfähig wurden. Zeitgleich hatte sich das Selbstwertgefühl und die soziale Stellung der Frauen entscheidend verändert, die sich das Wahlrecht erkämpft hatten und nach Gleichberechtigung strebten.

Bis heute fasziniert dieser Zeitgeist und liefert in seinen vielen Facetten Stoff für zahlreiche Filme, Romane oder Modetrends. Dieses Lebensgefühl der 20er Jahre spiegeln die Arbeiten der verschiedenen Künstler wieder, die intensiv am gesellschaftlichen Leben teilnahmen und dieses in vollen Zügen auskosteten.

3D-Begehung unter : https://my.matterport.com

(c) Josef Scharl
Schwarzhaariges Mädchen /
Öl auf Leinen / 1928

 

Wiedereröffnung am 12.März:

Ab Freitag, den 12. März, dürfen wir unsere Räume – unter eingeschränkten Bedingungen - wieder für Besucher öffnen.

Aufgrund des lang anhaltenden Lockdowns haben wir beschlossen unsere Ausstellung „Kunst zu Beginn des 20sten Jahrhunderts – Ein Aufbruch“ noch bis Ostermontag, den 05.April zu verlängern.

Aufgrund der aktuell vorgeschriebenen Corona-Auflagen und um größere Zusammenkünfte zu vermeiden, ist es notwendig, dass Sie sich vorab per Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder telefonisch (040 / 86 68 57 17) anmelden.

Geben Sie uns bei Ihrer Anmeldung bitte Ihren Wunschtermin (Datum und Uhrzeit) und Ihre Kontaktdaten (Adresse und Telefonnumer) auf.

 

Eine Kooperation mit der Galerie Nierendorf, Berlin

Öffnungszeiten: Di. - Fr.: 15.00 - 19.00Uhr; Sa. - So.: 12.00 - 18.00Uhr

Eintritt: 5,- (Kinder und Jugendliche unter 18Jahren frei.)


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