Foto: Baba Shrimps

Baba Shrimps “Road to rome“
Gefällige Popmusik aus den Schweizer Alpen

Sabine VierusVon

Ein Trio aus der Schweiz macht sich musikalisch auf den Weg nach Rom. Dabei tickt es, ähnlich wie die weltberühmten Laufwerke der Uhren aus ihrem Heimatland, rund und gleichmäßig. Doch welche Spuren hinterlässt dieser Weg dorthin? Die drei Musiker Adrian Kübler, Moritz Vontobel und Luca Burkhalter sind bereits seit längerer Zeit zusammen unter dem Namen Baba Shrimps unterwegs.

In ihrer Heimat haben sie mit ihrem ersten Album „Neon“, das 2014 erschien, in die Charts einsteigen können. Sie sind regelmäßig auf Tourneen und Festivals und durften für Kings of Leon als Vorprogramm spielen. Im Juni ist das zweite Werk erschienen, welches dem Hörer zehn sehr glatt geschliffene Popsongs bietet. Somit fehlen dadurch Ecken und Kanten, an denen man akustisch hängen bleibt.

 Ich sitze gespannt beim Hören der elektronisch angehauchten Tracks und warte auf den sprichwörtlichen Funken, der einfach nicht überspringen will. Es sind Elektrobeats, Synthesizer, verzerrte Computerstimmen zu vernehmen. Der eingangs gehörte Song klingt ähnlich dem nächsten oder umgekehrt. Es könnten Vergleiche zu Bands wie One Republic gezogen werden, aber dazu ist die Performance der Band zu kraftlos und nicht markant genug interpretiert. Kein Song ist daher gefühlt relevant und lobenswert zu erwähnen, was sehr schade ist. Baba Shrimps fehlt eine gewisse Eigenständigkeit, um Bestand im Musikmarkt zu haben.

Es wäre den Dreien zu wünschen, dass sie auf ihrem weiteren Weg, vielleicht in andere Städte, etwas mehr Mut zeigen mit dem, was sie dem Hörer bieten. Somit ist dies leider nur ein nettes Popalbum unter vielen auf der Straße nach Rom geworden. www.babashrimps.ch

Baba Shrimps: Road to rome, Sony BMG, 23. Juni 2017, Amazon

Sabine Vierus
Sabine Vierus
Jahrgang 1971, in Lübeck geboren, gelernte Kauffrau, ihre Leidenschaften sind Musik und Fotografie. Seit 2015 schreibt sie für "unser Lübeck".
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Kommentare  

# ???Josef Eichner (12.08.2017, 14:16)
Was hat dieser simple Text nun mit Lübecker Kultur zu tun? Da sitze ich und lese - doch der sprichwörtliche Lokalbezug will sich da einfach nicht offenbaren. Lustlose Eindrücke zu einem „netten Popalbum“, ein motivationsloser Text unter vielen. Warum nur? Dann doch lieber Artikel von „richtigen Journalisten“.
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