Der Maler Leonhard Boldt (1875-1963)

Donnerstag, 13. Dezember 2018, 14:00 - 17:00
Ostholstein-MuseumSchlossplatz 1, 23701 Eutin
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In der Zeit vom 25. November 2018 bis 3. Februar 2019 widmet sich das Ostholstein-Museum dem Leben und Werk des Eutiner Malers Leonhard Boldt, der sich in den knapp sieben Jahrzehnten seines Schaffens nicht nur künstlerisch als Porträt- und Landschaftsmaler überregional einen Namen gemacht, sondern auch in der Eutiner Landschaftsgestaltung rund um die Seen großen nachhaltigen Einfluss genommen hat.

1875 in ärmlichen Verhältnissen in Eutin geboren, studierte Leonhard Boldt nach einer Barbierlehre an den Kunstakademien in Berlin und München, besuchte die Académie Julian in Paris, studierte in Rom und wurde Meisterschüler des bekannten Porträtisten Hubert von Herkomer in London, bevor er nach seiner Heirat 1905 mit der reichen Schweizerin Marie Siegrist in Berlin, Eutin und Hamburg wohnhaft wurde. Zahlreiche Studienreisen führten ihn u.a. in die Schweiz, nach Holland, Italien und Bornholm.

Seine Porträts, die Leonhard Boldt in der Regel als Auftragsarbeiten schuf, bestechen zum einen durch seinen Blick für die charakteristischen Züge seines Gegenübers, zum anderen durch seine der Wirklichkeit verpflichteten Malweise, die gerade in den Kohle- und Bleistiftzeichnungen eine fotografische Wirkung entfaltet. Zum Teil fertigte er die Porträts tatsächlich nach Fotografien, z.B. wenn eine Person posthum gemalt werden sollte.

Der Landschaftsmalerei widmete sich Leonhard Boldt aus einem ganz eigenen künstlerischen Interesse heraus. Die frühen Landschaftsbilder des Künstlers sind im Gegensatz zu den Porträts noch ganz dem Spätimpressionismus verpflichtet. Erst in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg gelangt Leonhard Boldt auch hier zu einer reduzierten, natur- und detailgetreuen Wiedergabe des Motivs.

In seinem ausgewogenen künstlerischen Schaffen widmete er sich der Porträt- und hiesigen Landschaftsmalerei, als Privatmann engagierte er sich in besonderem Maße für seine Heimatstadt und deren landschaftliche Umgebung, indem er am großen Eutiner See und am Kellersee Wanderwege und Uferbefestigungen anlegen ließ sowie in der Stadt die Gestaltung von Rosengarten, Stadtbucht und Seepark initiierte. Für seine Verdienste wurden Leonhard Boldt 1950 zum ersten Ehrenbürger Eutins ernannt.

Heutzutage befinden sich nur wenige Werke des Malers in öffentlichem Besitz. Für die Ausstellung wurde das Ostholstein-Museum durch zahlreiche Leihgaben aus Privatbesitz unterstützt.

 

Termine für öffentliche Führungen:

  • 16.12.2018, 11.30 Uhr
  • 5.12.2018, 15.00 Uhr
  • 27.12.2018, 15.00 Uhr
  • 9.1.2019, 18.00 Uhr
  • 23.1.2019, 15.00 Uhr
  • 3.2.2019, 11.30 Uhr
 
 
Ausstellungsdauer: 25.11.2018-03.02.2019, Ostholstein-Museum (EG)
Öffnungszeiten:1. Oktober bis 28. Januar: Dienstag bis Freitag: 14 –17 Uhr
Samstag/Sonntag/Feiertag: 11–17 Uhr
Februar geschlossen
1. März bis 31. März:
Dienstag bis Freitag: 14–17 Uhr
Samstag/Sonntag/Feiertag: 11–17 Uhr


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