The Video is the Message – Die Mediensammlung der Hamburger Kunsthalle

Freitag, 14. Dezember 2018, 10:00 - 18:00
Hamburger Kunsthalle Glockengießerwall, 20095 Hamburg
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Die Hamburger Kunsthalle besitzt eine ausgezeichnete Mediensammlung, die mit über 600 Positionen von Videos, Filmen, Videoinstallationen, Schallplatten, Audiokassetten und CDs von 1960 bis heute einen substantiellen Einblick in die Geschichte der Medienkunst bietet. Schwerpunkt der Sammlung, die bereits 1977 begründet und seit 1993 verstärkt aufgebaut wurde, bilden die Videoinstallationen mit wegweisenden Arbeiten von Künstlern wie Vito Acconci, John Baldessari, Joseph Beuys, Tracey Emin oder Bruce Nauman. In den letzten Jahren ist die Sammlung durch wichtige Werke von jüngeren Künstlern wie Thorsten Brinkmann, Vajiko Chackhiani, Prinz Gholam, Clemens von Wedemeyer oder Tobias Zielony erweitert worden. Die Sammlungspräsentation »The Video is the Message« zeigt nun seit langer Zeit erstmals wieder einen umfangreichen Überblick über die Medienbestände.

In Anlehnung an Marshall Mc Luhans inzwischen legendärer Publikation »The Medium is the Massage« (»Das Medium ist die Botschaft«, 1967), werden neben den Klassikern der Videokunst aus der Fluxus Bewegung wie »Beuys in Amerika«, 1974 und »I Like America and America Likes Me«, 1981, unterschiedliche Aspekte der Videokunst gezeigt: Von der Dokumentation über den politischen Film, den narrativen Stories bis hin zu den sogenannten „confessional“ Filmen, die sich mit Fragen der Selbstinszenierung oder sozialen Konflikten (Tracey Emin, Rebecca Horn, Jeanne Faust oder Tobias Zielony) beschäftigen. Ein Schwerpunkt der Sammlung sind u. a. Werke zur Körperkunst von Günther Brus, Valie Export oder Hannah Wilke. Vor allem Künstlerinnen wie Hannah Wilke oder Eleanor Antin haben in den 1960er und 1970er Jahre das Medium Video genutzt, um ihre feministischen Performances zu dokumentieren. Sie gelten bis heute als Pionierinnen der Videokunst, denen Tracey Emin oder Shirin Neshat mit ihren Inszenierungen gefolgt sind. Jüngere Künstler wie Clemens von Wedemeyer oder Prinz Gholam verknüpfen dagegen auf unterschiedliche Weise die Frage von Geschichte, Orten und Identität miteinander.

Künstler_innen:
Vito Acconci, Eleanor Antin, Joseph Beuys, Thorsten Brinkmann, Günther Brus, Peter Campus, Tracey Emin, Valie Export, Jeanne Faust, Johan Grimonprez, Rebecca Horn, Jürgen Klauke, Till Krause, Shirin Neshat, Nam June Paik, Prinz Gholam, Clemens von Wedemeyer, Tobias Zielony u. a.

Bild: Jeanne Faust (*1968),Rodeo, 1999

Ausstellungsdauer: 08. Nov 2018 bis 24. Feb 2019
Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 10 - 18 Uhr
Donnerstag 10 - 21 Uhr
Montag geschlossen


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