Zwischen Kieferninseln und Klostereilande – Lesung mit Gedichten von Doris Runge und Prosa von Marion Poschmann

Sonntag, 14. Oktober 2018, 19:30 - 21:00
BuddenbrookhausMengstr. 4, 23552 Lübeck
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Japan und Schleswig-Holstein, zwei Welten, zwei Traumpfade – zwei Dichterinnen im Gespräch, deren Protagonisten auf Mönchspfaden wandeln. Gilbert Silvester, der Privatdozent , will, wie die alten japanischen Wandermönche, den Mond über den Kieferninseln sehen. Er reist nach Japan und verfällt samt seiner seltsamen Reisebegleitung den Reisebeschreibungen des klassischen Dichters Bashö. Doris Runges „lyrisches Ich“ wandelt seit Jahrzehnten auf den Spuren der Benediktiner Mönche von Cismar und sieht dort den Mond über der Klosterinsel auf- und untergehen.
Marion Poschmanns Roman von den Kieferninseln ist von meisterlicher Leichtigkeit, tiefgründig, humorvoll und spannend. Doris Runges Mönche, auf welchen Pfaden auch immer sie wandeln, sind in der heutigen Welt angekommen. Eine spannende Begegnung zweier Welten in dieser.

Doris Runge zählt zu den wichtigsten Lyrikerinnen der deutschen Gegenwartsliteratur und hat große Auszeichnungen erfahren. Schon für ihren ersten Gedichtband „jagdlied“ (1985) erhielt sie den Friedrich- Hebbel-Preis. Es folgten unter anderem der Kulturpreis des Landes Schleswig-Holstein, der Friedrich-Hölderlin-Preis der Stadt Bad Homburg, die Liliencron-Dozentur der Universität Kiel sowie die Poetikprofessur der Universität Bamberg. 2009 ernannte das Land Schleswig-Holstein sie zur Professorin und 2011 wurde sie in die Mainzer Akademie für Wissenschaften und Literatur aufgenommen. Seit 20 Jahren steht Doris Runge außerdem dem Verein Literatur im Weissen Haus vor, der literarische Veranstaltungen mit hochkarätigen Autorinnen und Autoren sowie Literaturwissenschaftlern im beschaulichen Klosterdorf Cismar offeriert.

Marion Poschmann erhält den Klopstock-Preis für neue Literatur des Landes Sachsen-Anhalt für ihren Roman Die Kieferninseln. Der Preis wird jährlich vom Kultusminister vergeben und ist mit einer Dotierung von 12.000 Euro die höchste Literaturauszeichnung des Landes.
Poschmann sei mit Die Kieferninseln ein »ebenso zartes wie humorvolles Plädoyer für die Kunst der Betrachtung« gelungen. In der Begründung der Jury heißt es: »Wir haben uns gerne auf Marion Poschmann geeinigt — der es tatsächlich gelingt, in jedem ihrer Werke eine unverwechselbare, von Eigenheiten durchzogene Welt zu schaffen. Poetische Reiche, die gelehrt, filigran, oft auch sehr komisch sind.« Poschmanns Werke wurden vielfach ausgezeichnet, ihr neuester Roman Die Kieferninseln stand zuletzt auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Ebenso erhielt sie den Berliner Literaturpreis 2018.

Foto: Doris Runge © Reiner B. Binkowski

12/9 Euro


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