16. Lübecker Klarinettennacht: »Unerhört! – Raritäten der Klarinetten-Literatur«

Freitag, 1. Juni 2018, 18:00
Musikhochschule – Großer SaalAn der Obertrave, 23552 Lübeck
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Zur 16. Lübecker Klarinettennacht unter dem Motto „Unerhört!“ lädt die Musikhochschule Lübeck (MHL) am Freitag, 1. Juni ab 18 Uhr ein. 17 junge Klarinettisten stellen zusammen mit ihren Professoren Sabine Meyer und Reiner Wehle sowie Gästen aus den MHL-Bläserklassen Raritäten der Klarinettenliteratur vor. Auch die heutige Generalprobe öffentlich.

Moderiert von Reiner Wehle, gibt die Klarinettennacht erneut einen Einblick in das große Repertoire der Klarinette. Diesmal stehen Werke auf dem Programm, die eher selten auf den Konzertbühnen zu erleben sind und auch bei den vergangenen Lübecker Klarinettennächten noch nicht zu hören waren. Moderator Reiner Wehle: „Die meisten Studierenden lernen zwar das Standardrepertoire kennen, versäumen jedoch, sich mit unbekannteren Komponisten oder ungewöhnlichen Besetzungen zu beschäftigen. Dort knüpfen wir an und stellen in diesem Jahr selten gehörte Werke in ausgefallenen Programmkonstellationen vor. Das Publikum wird überrascht sein, welche Juwelen im Programm zu entdecken sind.“

Im ersten Konzertteil erklingt Ignaz Pleyels galant unterhaltendes Quartett, in der von Mozart abgeschauten Besetzung für Klarinette und drei Bassetthörner. Dieter Mack hat für die Teilnahme am Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ das fröhliche „Trio Infernale“ geschrieben, das von drei jungen Klarinettisten vorgestellt wird. Zu den großen Komponistenhoffnungen seiner Zeit zählte der Schumann-Zeitgenosse Norbert Burgmüller, der aber mit 26 Jahren früh starb. Von ihm erklingt das Duo für Klarinette und Klavier. Den ersten Konzertteil beendet Richard Strauss‘ Bläserserenade op. 7. Im MHL-Bläserensemble musizieren auch Studierende und Dozierende anderer Klassen mit, unter anderem die Professoren Angela Firkins (Flöte), Diethelm Jonas (Oboe), Pierre Martens (Fagott) sowie Christoph Eß (Horn) und dokumentieren einmal mehr die ausgeprägte Kammermusikarbeit an der MHL.

Der zweite, mit „Concours“ überschriebene Teil der Klarinettennacht präsentiert Werke, die für die Abschlussprüfung am berühmten Pariser Konservatorium geschrieben wurden, so von Henri Rabaud, Charles-Marie Widor, Eugene Bozza und Ernst Chausson. Die hochvirtuosen Stücke kontrastieren die jungen Klarinettisten mit getragenen und meditativen Klängen von Mozart und Morton Feldmann.

Im dritten Konzertteil erklingen drei große Werke für Bläserensemble wie die selten zu hörende farbenreiche Partita des böhmischen Komponisten Joseph Myslivecek und Berios „Opus Numer Zoo“, in dem die Interpreten Texte über Tierfabeln rezitieren und dabei einen ganzen Zoo einheimischer Wald-, Wiesen-, Haus- und Stalltiere versammeln. Zum Abschluss präsentiert das Bläserensemble Frantisek Krommers Harmoniemusik, die noch einmal einen fulminanten Abschluss für die 16. Lübecker Klarinettennacht bietet mit einer hochvirtuosen Solorolle für die erste Klarinettistin im Ensemble Sabine Meyer.

Es sind zwei längere Pausen vorgesehen, in denen sich das Publikum mit einem Imbiss stärken kann (nicht im Eintrittspreis enthalten).

Die Klarinettenklasse feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum. Zu diesem Anlass bringt die MHL eine Publikation „Best of Clarinet“ heraus, die unter dem Motto „A tribute to Sabine Meyer and Reiner Wehle“ die vergangenen Jahre mit ihren Konzerten dokumentiert. Sie ist beim Konzert am Infostand der MHL erhältlich.

Foto: Lübecker Klarinettennacht © Christian Ruvolo

Jeweils ab 17 Uhr sind Restkarten an der Abendkasse erhältlich, für die Generalprobe am Donnerstag, 31. Mai für 8 Euro sowie für die Lübecker Klarinettennacht am Freitag, 1. Juni von 10 bis 22 Euro.


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