Possehl Preisträgerkonzert

Donnerstag, 18. Januar 2018, 19:30
Musikhochschule – Großer SaalAn der Obertrave, 23552 Lübeck
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Die Musikhochschule Lübeck (MHL) lädt heute zum Possehl-Preisträgerkonzert in den Großen Saal ein. Um 19.30 Uhr stellen sich die Gewinner des 54. Possehl-Musikpreises mit virtuosen Werken von Liszt, Ravel, Schostakowitsch und Elgar vor. Es erklingen Werke für Klavier solo, Orgel, Viola sowie für Duo Violoncello und Klavier. 

Der 21-Jährige Pianist Viktor Soos setzte sich im November gegen zwölf Mitbewerber und sieben Finalisten durch. Er studiert seit 2015 in der Klasse von Professor Konrad Elser und erspielte sich den mit 5.000 Euro dotierten ersten Preis. Nun präsentiert er sich mit Franz Liszts Klaviersonate in h-Moll, einem der bedeutendsten und technisch anspruchsvollsten Klavierwerke der Romantik. Es gilt als ein Höhepunkt im Schaffen des Komponisten, der das Werk Robert Schumann widmete. Viktor Soos wurde mehrfach mit Preisen bedacht: 2015 gewann er den ersten Preis beim Internationalen Rotary Klavierwettbewerb in Essen und 2016 den zweiten Preis beim Tonali-Wettbewerb in Hamburg. Als Finalist beim Deutschen Musikwettbewerb 2017 erspielte er sich ein Stipendium und wurde in die Bundesauswahl „Konzerte junger Künstler“ aufgenommen. Als Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes und der Deutschen Stiftung Musikleben ist es ihm ein besonderes Anliegen, Kindern und Jugendlichen klassische Musik zu vermitteln.

Den zweiten Preis bekamen gleich drei Studierende: Lars Schwarze aus der Orgelklasse von Professor Arvid Gast stellt die Orgelsonate G-Dur op. 28 des bedeutenden Spätromantikers Edward Elgar vor. Das Geschwisterduo Anouchka und Katharina Hack präsentiert sich mit der Cellosonate d-Moll op. 40 von Schostakowitsch. Sie war sein erstes großes Kammermusikwerk und widersprach Stalins Ideologie des sozialistischen Realismus, die reine Instrumentalmusik für unerwünscht erklärte. Pianist Zulfat Fakhaziew, der den dritten Platz gewann, stellt sich mit Auszügen aus Maurice Ravels technisch herausforderndem Zyklus „Miroirs“ vor, der zu den Schlüsselwerken des französischen Impressionismus zählt. Ravel lotet das komplette technische und klangliche Spektrum des Klaviers aus, um raffinierte Farbnuancen zu erzeugen. Bratschist Olof von Gagern aus der Klasse von Prof. Barbara Westphal, ebenfalls dritter Preisträger, präsentiert „Gebrochene Flügel“ des 2006 verstorbenen deutschen Komponisten und Verlegers Tilo Medek, das sich über dramatische und eruptive Klangkaskaden hin zu sphärischen Klängen entwickelt. Der Juryvorsitzende und Vertreter des Possehl-Vorstandes Dr. Ole Krönert wird den Preisträgerinnen und Preisträgern ihre Auszeichnungen überreichen.

Der 54. Possehl-Wettbewerb wurde Mitte November in der MHL ausgetragen. Zwölf Studierende der Fächer Flöte, Trompete, Fagott, Viola, Violoncello, Klavier und Orgel hatten sich beworben und traten in zwei Runden gegeneinander an. Den Possehl-Musikpreis verleiht die Jury seit 1962 an herausragende Studierende der MHL. Renommierte Solisten und Ensembles, wie die Klarinettistin Shirley Brill, der Cellist Thomas Grossenbacher und das Artemis-Quartett waren Preisträger des Wettbewerbs. Preisträgerin 2016 war die Cellistin Margreta Häfer aus der Klasse von Prof. Troels Svane.

Eintritt 6 Euro (keine Ermäßigung)
Restkarten gibt es eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse.


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