
Rund 200 internationale Spezialistinnen und Spezialisten der Musiktheorie werden vom 17. bis zum 19. Oktober zur 25. Jahrestagung der Gesellschaft für Musiktheorie (GMTH) in Lübeck erwartet, um sich mit »Unschärfen, Leerstellen, blinden Flecken« in der Musikgeschichte zu beschäftigen. Zum Tagungsthema hat die GMTH ihren traditionellen künstlerischen Wettbewerb ausgelobt.
In diesem Jahr wurden unvollständig überlieferte Werke des berühmten Komponisten und Organisten Dieterich Buxtehude rekonstruiert. Drei Preisträger wählte eine Fachjury unter Leitung des international renommierten Dirigenten und Organisten Ton Koopman aus 22 internationalen Einsendungen aus. Am Freitag, 3. Oktober vermittelt ein Vortrag des Buxtehude-Spezialisten von 13 Uhr bis 15.30 Uhr im Kammermusiksaal der MHL, Einblick in diese faszinierende Methodik der Rekonstruktion.
Als Juryvorsitzender hat Koopman die drei besten, aus dem Wettbewerb entstandenen Werke mit gekürt und fragt in seinem Vortrag mit anschließender Diskussion „Wie lassen sich unvollständig überlieferte Werke des 17. und 18. Jahrhunderts rekonstruieren?“ In einer „Buxtehude-Abendmusik“ am Freitag, 17. Oktober um 19.30 Uhr werden in St. Jakobi die entstandenen Werke uraufgeführt – eine einmalige Gelegenheit bisher ungehörte Werke zu erleben. Der Eintritt zum Vortrag ist frei. Karten für die Buxtehude Abendmusik sind für 15 Euro (ermäßigt 10 Euro) erhältlich.
Weitere Infos unter www.mh-luebeck.de
Foto: (c) Foppe Schut