„…von gar nicht abschätzbarer Bedeutung“ - Frauen und Reformation

Samstag, 6. August 2016, 10:00 - 18:00
Dom zu LübeckMühlendamm 2-6, 23552 Lübeck
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„…von gar nicht abschätzbarer Bedeutung“ heißt eine Wanderausstellung des Frauenwerks der Nordkirche. Vom 9. Juli 2016 bis 19. August 2016 macht sie Halt im Dom zu Lübeck. Täglich von 10 bis 18 Uhr haben die Besucher die Möglichkeit, in das Thema „Frauen schreiben Reformationsgeschichte“ einzutauchen. Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, 8. Juli 2016 um 17 Uhr.

Sie waren Vorkämpferinnen der Reformation im Norden, wirkten als Theologinnen, förderten als Mäzeninnen Gesang und Bibeldruck, begründeten die diakonische Idee, wurden als erste Missionarinnen nach Indien entsendet, traten für Humanismus in Kriegszeiten ein, stritten für die Frauenordination, wurden erste Pastorinnen Deutschlands und Pionierinnen der Frauenarbeit, machten feministische Theologie populär, engagierten sich ehrenamtlich in politischen Kampagnen – Frauen aus der Geschichte der Nordkirche.

Diese Frauen haben in den fünfhundert Jahren seit der Reformation unter Beweis gestellt, dass Kirche sich stets erneuert, aktuelle Fragen reflektiert und Antworten sucht. Mit diesem Beitrag zum Reformationsjubiläum 1517 lenken das Frauenwerk der Nordkirche und die Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek den Blick auf oftmals vergessene Frauen, deren Wirken bedeutsam für Kirche und Gesellschaft war – im lokalen Umfeld, überregional oder sogar international. Aus allen Kirchenkreisen der Nordkirche in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern werden Frauenbiografien in der Ausstellung vorgestellt. In einer gleichermaßen informativen wie sinnlichen Inszenierung bringen sie die Ausstellungsorte zum Leuchten. 

Herzstück des Ausstellungsprojektes ist die partizipative Recherche von Frauenbiografien: Seit Sommer 2014 haben Interessierte in allen Kirchenkreisen ihr Wissen um engagierte, »reformatorisch tätige« Frauen in das Projekt eingespeist und sind in Archiven, Chroniken und Bibliotheken auf Spurensuche gegangen. Grundlegend war der reformatorische Gedanke einer Laienbewegung – jede und jeder war befähigt, die Projektarbeit inhaltlich mitzugestalten. Die Resonanz war beeindruckend – über 60 Biografien wurden zusammen getragen. 19 Frauenbiografien aus fünf Jahrhunderten sind in der Ausstellung zu sehen, knapp 20 weitere Biografien finden sich im Begleitband zur Ausstellung.



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