Macht und Magie - Tiere in den afrikanischen Kulturen

Freitag, 6. Mai 2022, 09:00 - 17:00
Museum für Natur und UmweltMusterbahn 8, 23552 Lübeck
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Die Ausstellung „Macht und Magie – Tiere in den afrikanischen Kulturen“ wurde von der Völkerkundesammlung mit dem Museum für Natur und Umwelt gemeinsam erarbeitet. Das Herzstück der Ausstellung bilden Tierskulpturen aus 13 Ländern Afrikas. Wir laden unsere Besucher:innen dazu ein, die Tierwelt durch die Augen afrikanischer Künstler:innen neu zu entdecken und dabei althergebrachte europäische Vorurteile zu hinterfragen. Viele Masken und Skulpturen in dieser Ausstellung sind nicht bloß Kunstwerke, sondern zeugen von der besonderen spirituellen Verbindung zwischen Mensch und Tier in den traditionellen afrikanischen Kulturen. Selbst in Europa wenig beachtete Tiere wie Mäuse oder Spinnen können machtvolle Götterboten sein, die Zugang zum Jenseits haben und die Zukunft vorhersagen können.

Zudem dienen uns diese Kunstwerke als Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung mit historischen und aktuellen ökologischen Problemen des Kontinents. Gibt es einen Zusammenhang zwischen Kolonialismus und Klimawandel? Was hat die globale Fischindustrie mit der Flüchtlingskrise zu tun? Oder wie stehen Naturschutz und Menschrechte zueinander?

Wir möchten mit dieser Ausstellung auch an unsere gemeinsamen Anfänge erinnern. Denn genau am Standort des heutigen Museums für Natur und Umwelt wurde 1893 das erste Lübecker Museum, das Museum am Dom - errichtet, in dem u.a. Völkerkunde und Naturkunde unter einem Dach vereint waren. Auch waren es die gleichen Lübecker:innen in Übersee, die beiden Sammlungen Objekte, Tiere und Pflanzen schickten, um das Museum zu fördern. Einer von ihnen war Heinrich Brehmer (1830-1866). Er war Sohn eines Lübecker Bürgermeisters und Mitte des 19. Jhs. als Kaufmann in Zentralafrika. So bekam er Zugang zu Regionen, die damals in Europa noch weithin unbekannt waren. Seine bedeutendste Schenkung war eine Gruppe von präparierten Menschenaffen, welche zu einer internationalen Attraktion des Museums avancierten. Mit der Vernichtung seiner Sammlung im Zweiten Weltkrieg ist Heinrich Brehmer in Vergessenheit geraten und viele Details seiner tragischen Lebensgeschichte sind erst bei der Vorbereitung dieser Ausstellung mit Materialien aus Archiven in Hamburg und Kiel wieder ans Licht gekommen.

Auch sonst finden sich einige Hinweise auf kuriose Lübecker Geschichten, etwas von den ersten afrikanischen Tieren in der Stadt oder dem Lübecker Ehepaar Duderstadt, das als frühe Touristen bereits 1911 mit der Kamera rund um Afrika reiste und eher zufällig den Beginn des europäischen Raubbaus an der afrikanischen Natur dokumentierte.

Ausstellung vom 13. Januar bis zum (29. Mai 2022)   -   verlängert bis
Sonntag, 24. Juli 2022

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 9-17 Uhr, Samstag un Sonntag 10-17 Uhr

Foto: Hai-Maske, Bidyogo, Guinea Bissau, 20. Jh, © Völkerkundesammlung, Lübeck/ Michael Haydn




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