Franz Schubert: Messe in Es-Dur für Soli, Chor und Orchester

Samstag, 28. Mai 2016, 20:00
St. AegidienAegidienstraße 75, 23552 Lübeck

Der Lübecker Bach-Chor führt heute unter der Leitung von Eckhard Bürger mit Schuberts Messe in Es-Dur ein Werk auf, das sehr lange nicht in Lübeck zu hören war und das auch im Repertoire des Chores neu ist.

Franz Schubert (1797–1828), der als heranwachsender Schüler selbst durch die Kirchenmusik und durch den Unterricht von Michael Holzer, dem Organisten und Chorleiter in Liechtental, musikalisch geprägt und gebildet wurde, hat sich früh mit mehreren kleinen Messen hervorgetan. Dann tauchen religiöse Texte in seinem Schaffen völlig in den Hintergrund, er wurde der wichtigste Liederkomponist. Schon zeitgenössische Biographen nahmen wenig Notiz von seinen beiden großen Messen, die in den Jahren 1819/26 (As-Dur-Messe) und 1828 (Es-Dur-Messe) entstanden. Robert Schumann nahm 1839 mit Erstaunen die unbekannten Partituren von mehreren Sinfonien und eben auch Messen bei Schuberts Bruder Ferdinand in Augenschein und berichtete dem Verlag Breitkopf und Härtel in Leipzig davon. Johannes Brahms hat dann 1865 die erste Druckausgabe der Es-Dur-Messe initiiert.

Franz Schubert hat seine letzte große Messe niemals selbst gehört, er starb wenige Wochen nach der Fertigstellung am 19. November 1828. Sie wurde am 4. Oktober 1829 in der Wiener Alser-Vorstadt uraufgeführt und von einem unbekannten Rezensenten in seiner Erhabenheit und Schwierigkeit hoch gelobt. Interessant ist, dass Schubert offensichtlich in der eigenen Auseinandersetzung mit den liturgischen Texten diese niemals vollständig und unkritisch übernahm: In den beiden großen Messen in As- und Es-Dur fehlt die Zeile aus dem Glaubenbekenntnis: „Ich glaube an die eine heilige, apostolische und katholische Kirche“ (credo in unam sanctam catholicam et apostolicam ecclesiam). Franz Schubert verlässt auch in vielen Details die Konvention der Messvertonungen und steht in seiner expressiven Harmonik den viel jüngeren Klängen von Anton Bruckner nahe.

Der Lübecker Bach-Chor wirkt in diesem Konzert gemeinsam mit Mitgliedern der Hamburger Symphoniker und den Solisten Lea-ann Dunbar (Sopran), Juliane Sandberger (Alt), Micheal Connaire (Tenor) und Florian Spiess (Bass).

Eintritt beträgt € 25,-, 18,-, 10,- (ermäßigt: € 20,-, 15,-, 8,-) zzgl. VVK-Gebühren, der Vorverkauf findet an den bekannten Stellen in Lübeck (Klassik-Kontor, Konzertkasse i. Hs. Hugendubel) sowie unter: www.luebecker-bachchor.de statt.


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