Geigenbau und Avantgardekunst. Georges Braques kubistisches Instrumentarium

Mittwoch, 24. Februar 2021, 19:00 - 21:00
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Digital: Vortrag

 

Die Form der Geige ist seit der Renaissance weitgehend unverändert. Die Formensprache der bildenden Kunst hingegen erfährt im 20. Jahrhundert radikale Umwälzungen. Gefeiert wird, was neu, was modern ist. Wenn der Musikfreund und begabte Amateurmusiker Georges Braque immer wieder Fragmente von Musikinstrumenten in seine Stillleben einbaut, rettet er damit alte Traditionen in seine neuartige Bildsprache hinüber? Was genau bedeuten dann die f-Löcher im kubistischen Gemälde, die Geigenschnecken und die Saiten?

Um dieses Spannungsfeld zwischen der modernen Avantgardekunst und der traditionsreichen Handwerkskultur auszuloten, ist ein Blick in die Werkstätten hilfreich. Denn Geigenbauer:innen und Maler:innen verfolgten im Zeitalter der Industrialisierung grundverschiedene Strategien, um ihre Produkte herzustellen. Auf jeweils ganz eigene Weise waren handwerkliches Können, Materialgefühl, Traditionsbewusstsein und Erfindungsgeist gefragt. Doch gab es auch Gemeinsamkeiten: etwa den Wunsch, aus einzelnen Teilen ein harmonisches Ganzes zu erschaffen.

Über diesen „Kampf der Künste“ diskutieren Katharina Ferus, Kunsthistorikerin und Art Guide, und Andreas Hampel, Hamburger Geigenbaumeister und Mitbegründer der internationalen Geigenbau-Gruppe Klanggestalten. Im Dialog zwischen Musik und Malerei erschließen sie Schritt für Schritt die Dimensionen des Klangs in den Gemälden von Georges Braque.

 
 
Bild: 
Georges Braque: Les instruments de musique / Die Musikinstrumente, Herbst 1908,
Collection Centre Pompidou, Musée national d'art moderne, Paris
© VG Bild-Kunst, Bonn 2020
© Foto: Centre Pompidou, MNAM-CCI / Georges Meguerditchian / Dist. RMN-GP

 



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