Transport in den Tod. Aus Lübecker Heilanstalten über Hamburg-Langenhorn in die Tötungsanstalt Brandenburg

Montag, 23. September 2019, 18:00
Archiv Hansestadt LübeckMühlendamm 1-3, 23552 Lübeck
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Von nationalsozialistischen Ärzten als psychisch krank oder geistig behindert diagnostiziert, hatten jüdische Menschen keinerlei Chance zu überleben. Etliche Lübeckerinnen und Lübecker wurden aus der Heilanstalt Strecknitz und Heim Vorwerk in die „Heil- und Pflegeanstalt“ Hamburg-Langenhorn gebracht und von dort am 23. September 1940 in die Tötungsanstalt Brandenburg abtransportiert und unmittelbar nach der Ankunft in einer Gaskammer ermordet.

Der Hamburger Ingo Wille schildert in seinem Vortrag Hintergründe und Ablauf dieser T-4-Mordaktion und berichtet von seinen Recherchen, durch die er Ende 2017 die Biografien von allen 136 aus Hamburg-Langenhorn abtransportierten Menschen veröffentlichen konnte. Ausführlicher eingehen wird der Referent auf die Lebensläufe von Franziska Sussmann aus der St. Annen-Straße, von Betty Berges und einigen anderen Menschen aus Lübeck.

Verein für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde
Mühlendamm 1-3
23552 Lübeck


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