„Vertrieben - verloren - verteilt. Drehscheibe Pöppendorf 1945–1951“ in der Hanseschule

Donnerstag, 7. November 2019, 08:00 - 18:00
Hanse-SchuleDankwartsgrube 14-22, 23552 Lübeck
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Die Sonderausstellung „Vertrieben - verloren - verteilt. Drehscheibe Pöppendorf 1945–1951“, die von 28. Oktober 2018 bis 28. April 2019 im Industriemuseum Geschichtswerkstatt Herrenwyk großen Anklang fand, wird seit dem 12. August in einer reinen Text- und Bildtafel-Version in den Ausstellungsräumen der Hanse-Schule in der Lübecker Dankwartsgrube wieder aufgegriffen. Damit wird deutlich, von welch  großem Interesse die Flüchtlingsthematik damals und heute ist.

Die Ausstellung befasst sich mit einem der größten Flüchtlingsdurchgangslager Norddeutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg, das von Herbst 1945 bis zum Frühjahr 1951 im Waldhusener Forst zwischen dem alten Bahnhof Kücknitz und Pöppendorf Anlaufstelle für über eine halbe Million Vertriebene aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten war. Das Lager wird durch bis dahin unveröffentlichtes Bildmaterial sehr eindrucksvoll veranschaulicht. Es wird die Problematik von Flucht und Vertreibung der Deutschen als unmittelbare Folgen des Krieges und die damit verbundene Bevölkerungsverschiebung aufgegriffen. Verschiedene Phasen, zunächst als Wehrmachtsentlassungsstelle, dann als Durchgangslager und zuletzt als Wohnlager werden dargestellt und einzelne Vertreibungsaktionen detailliert beschrieben. Alles in allem wird ein Überblick über den organisatorischen Aufbau und alle Aspekte der Lagerbetreuung gegeben, die ein umfassendes Bild vom Schicksal der Flüchtlinge widerspiegeln.

Durch die Übernahme der Sonderausstellung in die Hanse-Schule soll die Thematik auch gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingswelle gezielt Schüler:innen vermittelt werden. Es besteht die Möglichkeit für Schulklassen, mehrstündige Workshops zu buchen, die durch den Kurator der Ausstellung Christian Rathmer sowie die Ausstellungsassistenten und Lehramtsstudenten Lea Märtens und Torben Freytag durchgeführt werden. Alle drei beeindruckten auch bereits im Industriemuseum in Herrenwyk mit ihren fachkundigen Führungen.

 

Die Fortsetzung der Ausstellung in der Hanse-Schule wurde direkt am ersten Tag nach den Sommerferien eröffnet und wird dort mindestens ein halbes Jahr zu sehen sein.
Die Schule ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr geöffnet; samstags von 8 bis 15 Uhr. Sonntags ist geschlossen.
Der Eintritt zur Ausstellung ist kostenfrei.



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