"HOMEsweetHOME" Katrin Berger – Matthew Simmonds – Werner Pokorny

Mittwoch, 23. September 2020, 10:00 - 18:00
Stern-Wywiol Galerie HamburgAn der Alster 81, 20099 Hamburg
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verlängert bis 26.09.2020

 

Trautes Heim, Glück allein? Wohnen ist ein menschliches Grundbedürfnis. Ein Heim ist ein Haus ist der zentrale Ort unseres Lebens. Es ist die öffentlichste und gleichzeitig intimste Sache der Welt. Zuhause oder Bleibe? Hafen oder Hölle? Zufluchtsort oder Gefängnis? Häuser interessieren jeden, denn sie sind existenziell.

Die Ausstellung HOMEsweetHOME präsentiert drei Künstler, die sich auf höchst unterschiedliche Art und Weise mit dem HAUS auseinandersetzen und dabei Verstand und Gefühl virtuos aufmischen.

Für die Malerin Katrin Berger ist ein Haus ein Ensemble von Licht und Schatten. Baukörper, Mauern, Dächer und umgebende Landschaft werden zu abstrakten, mit klaren Linien getrennten Farbflächen. Ihre Bilder sind Abbild einer realen Situation und abstrakte Komposition in einem, sind dreidimensional und flächig zugleich, sind poetisch und prosaisch im selben Moment. Bei aller malerischen Finesse und Schönheit ist es entscheidend, was dargestellt ist. Katrin Bergers Häuser sind Seelen-Landschaften, die Schutz und Trost bieten. Sie sind stark und dauerhaft, abweisend und einladend. Sie sind ein Spiegelbild unserer ältesten Sehnsüchte und Ängste, sie sind ein Stück von uns selbst.

Matthew Simmonds‘ Werke sind überwältigend und zart, Wissenschaft und Kunst zugleich. Der studierte Kunsthistoriker, gelernte Steinmetz und Restaurator schneidet filigrane Architekturen in massive Steinblöcke ein. Simmonds erforscht das Geheimnis der Baukunst, das, was zwischen dem Stein und dem Raum liegt, das, was Bauen zur KUNST macht. Teils entstehen naturgetreue Modelle historischer Schätze wie die Säulen des römischen Mars-Utor-Tempels oder die Florentiner Kathedrale Santa Maria del Fiore, teils schafft Simmonds freie Raumkompositionen, in denen er die Wirkung von Licht und Schatten, Proportion und Material auslotet. Simmonds Werke bestechen in ihrer Präzision, Kunstfertigkeit und Schönheit. Sie beweisen, dass ein Haus viel mehr sein kann als eine Behausung. Es ist Zuflucht und Sehnsuchtsort, Herrschaftssymbol und Meditationsraum, Überwältigung und Einladung, harte Arbeit und ätherische Schönheit in einem.

Werner Pokorny interessiert sich für das Haus als Urform menschlicher Behausung. Seine Skulpturen aus Holz und Stahl reduzieren das Haus auf die wesentlichen Elemente aus Kubus und Satteldach: Maximal reduziert und intuitiv verständlich – kindlich im allerbesten Sinne. Nicht sind zufällig viele von Werner Pokornys Werken aus modularen Einzelelementen zusammengesetzt oder kommunizieren untereinander wie Teile eines Ganzen. Das Spielen mit den Dingen ist künstlerische Praxis und Werkaussage in einem. Alles hängt mit allem zusammen und im kleinsten Teil spiegelt sich das Ganze wieder. Pokornys Werke sind Zeichnungen im Raum. Gleichzeitig strahlen die Skulpturen aus Holz und Stahl eine intensive Körperlichkeit aus und triggern den Tastsinn. In der Sehnsucht nach dem wortwörtlichen Begreifen der Dinge nähert sich der Betrachter dem eigenen kindlichen Selbst – eine Übung, die ein bisschen glücklich macht.

Foto: Pokorny, Wheel 3

(Besuche auf Anfrage)
Öffnungszeiten:
di – fr 10–18 Uhr, sa 12–16 Uhr

Die Vernissage findet im Verlauf der Ausstellung statt, das Datum wird noch bekannt gegeben.

Ausstellungsdauer: 24.04.-22.08.2020


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