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Kein Schatten ohne Licht? Ein Abend über Depressionen

Dienstag, 7. April 2020, 19:00
St. Petri LübeckAm Petrikirchhof 1, 23552 Lübeck
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Jede vierte Frau und jeder achte Mann in Deutschland erkranken mindestens einmal in ihrem Leben an einer Depression. Für die Betroffenen und ihr Umfeld stellt diese psychische Erkrankung eine enorme Belastung dar. Nur selten lassen sich Depressionen auf eine einzige Ursache oder einen Auslöser zurückführen. Zwar spielen genetische Faktoren eine Rolle, Auslöser sind aber oft Überforderung, Stress, Traumata und Verlusterfahrungen. In schweren Fällen kann es dazu kommen, dass sich die Betroffenen das Leben nehmen. Davon sindauch junge Menschen betroffen. Der Suizid einer Medizinstudentin im vergangenen Jahr hat ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen der Universität zu Lübeck aufgerüttelt. „Die Nachricht, dass sich eine sehr gute Freundin und Kommilitonin von uns das Leben genommen hat, hat uns zutiefst betroffen und fassungslos gemacht. Unsere Freundin litt unter Depressionen. Weil keiner von uns mit dieser Nachricht gerechnet hatte, wurde uns bewusst, dass wir viel zu wenig über sie und ihre Krankheit wussten“, beschreibt die Medizinstudentin Inga Malchow dieMotivation der Studierenden, auf Ursachen und Folgen von Depressionen aufmerksam zu machen und Menschen aller Altersgruppen im Rahmen einer Veranstaltung für dieses Thema zu sensibilisieren und ergänzt: „Da auch die Universität zu Lübeck nach zwei Fällen dieser Art im letzten Jahr das Thema nicht unbeachtet lassen wollte, sind wir mit unserem Anliegen auf Professor Dr. Westermann zugegangen und wurden von ihm und Pastor Dr. Schwarze tatkräftig unterstützt.“Nun laden die Studierenden die Hochschulangehörigen und alle Interessierten am Dienstag, den 7. April, um 19 Uhr zur Veranstaltung „Kein Schatten ohne Licht? Ein Abend über Depressionen“ in die Universitätskirche St. Petri ein. Vielstimmig soll der Abend werden, sowohl in den inhaltlichen Aspekten, als auch in der Umsetzung. Über das Krankheitsbild, Möglichkeiten der Behandlung und konkrete Hilfestellungen für Angehörige werden die Ärzte Dr. Bartosz Zurowski, Oberarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des UKSH und Priv.-Doz. Dr. Thomas Kötter, Facharzt für Allgemeinmedizin und Mitarbeiter am Institut für Allgemeinmedizin der Universität Lübeck referieren. Pastor Dr. Bernd Schwarze ergänzt die Einsichten um eine theologische Einschätzung.

Persönliche Eindrücke der Medizinstudierenden, szenische und musikalische Beiträge machen das Programm abwechslungsreich. So wird ein von Raoul Strasburger, Student der Medizin, geschriebener Sketch mit Ironie darstellen, dass eine Depression „kein Beinbruch“ sei. Mit dabei ist auch die ehemalige Finalteilnehmerin der deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaften, Tabea Farnbacher. Musikalisch bereichern Max Moll, Live-Elektronik, sowie die „Vagabonds“, das Klezmer-Ensemble der Musikhochschule Lübeck, den Abend. Im Anschluss an das rund 75minütige Programm bleibt noch Zeit für Nachgespräche bei Brot und Wein im Seitenschiff der Kirche.„Mit diesem Abend beginnt eine Veranstaltungsreihe in der Universitätskirche St. Petri, in der die Angehörigen der Universität zu Lübeck im Rahmen des Projekts „Was ich bedenken will...“ herausfinden wollen, wie es möglich ist, in Forschung, Lehre und Krankenversorgung erfolgreich zu sein und gleichzeitig gewissenhaft, tolerant und menschlich zu bleiben“, erklärt Studiendekan Professor Dr. Jürgen Westermann. Die fünfzehn Studierenden, die den Abend vorbereitet haben, Prof. Dr. Westermann und Pastor Dr. Schwarze freuen sich auf viele aufmerksame Gäste aus den Hochschulen und aus der ganzen Stadt.

Eintritt frei


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Di. | 10:00 | St. Annen-Museum

Di. | 10:00 | Günter Grass-Haus

Di. | 10:00 | Buddenbrookhaus