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Derzeit sind von der Landesregierung alle Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen untersagt worden. Es gibt aber ein stetig anwachsendes, digitales Kulturangebot im Internet. Die Museen sind für Besucher geöffnet.

fällt aus!!! Als die Synagogen brannten

Sonntag, 10. November 2019, 15:00
Gedenkstätte AhrensbökFlachsröste 16, 23623 Ahrensbök
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Vortrag in der Gedenkstätte Ahrensbök über die Novemberpogrome 1938

„Eine Welle der Zerstörung, der Plünderung und Brandstiftung, wie man sie in Deutschland seit dem Dreißigjährigen Krieg und in Europa seit der Bolschewistischen Revolution nicht erlebt hat, überflutete Großdeutschland.“ So berichtete die amerikanische Tageszeitung New York Timesüber den reichsweiten, gewaltsamen Ausschreitungen gegen die deutschen Juden im November 1938. Die systematische Welle von Gewalt, Mord und Zerstörung im November 1938 markierte für das deutsche Judentum einen tiefen Einschnitt.Zum 81. Mal jähren sich in diesem Jahr die Novemberpogrome von 1938, die im ganzen Land tagelang tobten. „Als die Synagogen brannten.

Die lange Geschichte der Bagatellisierung der Novemberpogrome 1938“, heißt ein Vortrag zu dem der Trägerverein am Sonntag, den 10. November 2019, um 15.00 Uhr in die Gedenkstätte Ahrensbök einlädt. Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Frage, weshalb die Pogrome häufig nur bagatellisierend erinnert werden und sodie Erfahrungsgeschichte der Opfer ebenso wie die breite Täter- und Mitwisserschaft verharmlost werden. Referent ist der Politikwissenschaftler und Zeithistoriker Harald Schmid, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Bürgerstiftung Schleswig-Holsteinischer Gedenkstätten. Interessierte sind in die Gedenkstätte eingeladen.Die Judenverfolgung hatte sofort nach der Machtübertragung begonnen. Zum Boykott jüdischer Geschäfte riefen die Nationalsozialisten bereits wenige Wochen nach dem 30. Januar 1933 auf, 1935 folgten die „Nürnberger Gesetze“. War anfangs die Politik des NS-Regimes auf Ausgrenzung und Vertreibung seiner jüdischen Bürger ausgerichtet, wurde die Gewaltwelle vom November 1938 zum erste Massenmord an jüdischen Deutschen. Deshalb, so der Referent, habees keine „Pogromnacht“ - im Volksmund verniedlichend „Reichskristallnacht“ genannt - gegeben sondern eine „Pogromwoche mit zigtausend Tätern und hunderttausenden Zuschauern“. Mehr alstausend Juden starben, etwa 1400 Synagogen wurden angezündet, zehntausend Geschäfte, Bild:Betriebe, Wohnungen, Heime, Schulen und Friedhöfe zerstört.

 

 

Mosbach in Baden: Auf dem Marktplatz werden Kultgegenstände und Inventar der zerstörten Synagoge verbrannt

Die Gedenkstätte ist jeden Sonntag von 14.00 bis 17.00 Uhr, dienstags, mittwochs und donnerstags von 09.00 bis 12 Uhr geöffnet. Sie kann nach Anmeldung auch an anderen Tagen besucht werden. Das Gebäude liegt direkt an der Bundesstraße 432 (Koordinaten: 54.026198,10.593623), Flachsröste 16 im Ahrensböker Ortsteil Holstendorf. Telefon 04525 – 493 060, E mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.
Eintritt und Führungen sowie Teilnahme an Veranstaltungen sind kostenfrei. Spenden sind willkommen. Extra Parkmöglichkeiten: B 432 Einfahrt Flachsröste, links über das Betriebsgelände der Firma OHZ, Ostholsteinisches Holzkontor


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