4. Internationales Figurentheaterfestival
Die Regentrude

Das "Theater der Nacht" hat bei den FigurenTheaterFestivals in Lübeck stets eine besonders gut inszenierte Geschichte mitgebracht. Diemal ist es eine Tisch- und Stabfiguren-Inszenierung in einem riesigen tollen Himmelbett, das sich in die verschiedenen Szenen verwandelt.

4. Internationales Figurentheaterfestival
Der Hundertwisser

Die Erzählerin Therese Thomaschke führt auf einem heiteren Streifzug durch das Leben von Friedrich Hundertwasser. Sie berichtet von Kindheit, von Anfängen, Schwierigkeiten und Erfolgen des Künstlers und baut dabei auf eine zunächst leere Staffelei immer mehr Bilder und Figuren, so wie das Leben von Hundertwasser zwar nicht leichter, aber doch immer bunter und vollkommener wurde.

4. Internationales Figurentheaterfestival
Herr Minkepatt und seine Freunde

Bis heute kontinuierlich begleitet von künstlerischer Auseinandersetzung in freien Seminaren bei namhaften Figurenspielern, gründete Stephan Wunsch 2003 sein rosenfisch figurenspiel. Er schreibt seine dichten Texte selbst, komponiert und baut seine traumtänzerischen Figuren – längst auch für andere Bühnen. In dieser Kinderinszenierung zeigt er mit hinreißenden Vogelschwärmen, einem ganzen Dorf, dem kleinen Bäckergesellen und dem einsamen Herrn Minkepatt ein großes bildnerisches Können.

Der Danziger Trommler mit den drei Stöcken
Günter Grass‘ „Blechtrommel“ im Großen Haus

Vergleichbar der Aufgabe, die Quadratur des Kreises konstruktiv zu beweisen, ist es, aus einem romanhaften Wälzer, der zudem noch durch Fabulierlust besticht, ein bühnenwirksames Stück zu machen. Das Theater Lübeck gibt nicht auf, das zu versuchen. Nach allerlei Experimenten mit den epischen Großtaten des lübschen Hausdichters Thomas Mann in den vergangenen Spielzeiten folgte in dieser nun der andere Hansestädter und Nobelpreisträger, der von Lübeck adoptierte Günter Grass.

4. Internationales Figurentheaterfestival
Vögel

Vögel ist eine Suite von kurzen Szenen und zugleich Dokument einer Suche nach ästhetisch und technisch stimmigen Lösungen, um die skurrile Mannigfaltigkeit der Gefiederten mit Theaterfiguren zu beschwören. Die hinreißenden Schilderungen, aus alten Fassungen von Brehms Tierleben ausdrucksvoll eingesprochen, und die großartigen eigenen Texte bilden den Kontrapunkt zum stummen Spiel der Tiere; doch deren Blick bannt uns, zieht uns an!

4. Internationales Figurentheaterfestival
HANDlungen

Ideen und Szenen zu diesem Programm ohne Worte, dafür mit lautmalerischer Phantasiesprache, erfand Gerhard Mensching seit 1958. Fasziniert von der minimalistischen und doch ausdrucksstarken Gestik der schlichten Figuren, gelang es Marc Schnittger, die Zeitlosigkeit des Programms verschmitzt herauszuarbeiten. Marc Schnittger ist Schauspieler, Puppenspieler und Figurenbildner. Seit 1988 entwickelt er einen eigenen Stil des visuellen Theaters.

4. Internationales Figurentheaterfestival
Prinzessin Allerleirauh

Dass ein Figurentheater-Festival nicht nur für Erwachsene da ist, beweisen die Aufführungen für Kinder an den Nachmittagen. Ute Kahmann führte das bezaubernde Märchen von Prinzessin Allerleirauh auf, eine Tischfiguren-Inszenierung nach den Gebrüdern Grimm.

„Ich will kein Reden, ich will mein Recht!“ (Shylock)
Premiere von Shakespeares „Kaufmann von Venedig“ im Kleinen Haus

Pit Holzwarth, Lübecks Schauspieldirektor, inszeniert gern, vor allem Shakespeare. Diese Spielzeit ließ er mit dem Kaufmann von Venedig beginnen, ein Stück, dessen Zentralfigur Shylock immer wieder in ihrer Bedeutung hinterfragt wird. Holzwarth lässt an seiner Deutung nicht lange zweifeln. Mit seiner Tochter Jessica auf dem Schoß sitzt Shylock reglos auf einem Stuhl. Die lodernden Flammen machen klar: Das ist ein höllisches Plätzchen.

Das 4. Internationale Figurentheaterfestival ist eröffnet
Mathilde

Die Eröffnungsveranstaltung des 4. Figurentheaterfestivals am Samstag, den 1. Oktober 2016 wurde in diesem Jahr von dem "Stuffed Puppet Theatre" aus den Niederlanden bestritten.

Meyerbeers „Les Huguenots“ in Kiel - ein großer Opernabend

Es ist ein drastisches Bild, mit dem Lukas Hemleb die Zuschauer seiner Kieler Inszenierung von Giacomo Meyerbeers „Les Huguenots“ entließ (Premiere: 24. September 2016), eine wörtlich umgesetzte „Pariser Bluthochzeit“, wie das Massaker der Katholiken an den Hugenotten in der Bartholomäusnacht 1572 auch genannt wird. Die Verfolgten torkeln herein, teils entblößt, brechen zusammen, werden vergewaltigt oder nach kurzer Prüfung, ob ein Rest Leben vorhanden ist, endgültig abgestochen.